Die Königliche Route – Rokokokirchen und Märchenschlösser

Christa —  25. Oktober 2012 — Kommentieren

Von Füssen, Schloss Neuschwanstein an den Starnberger See auf des Königs Pfaden – die Klöster des Pfaffenwinkels und die Kunst der Wessobrunner Meister.

Der aus dem tirolerischen Vorarlberg kommende Lech erreicht markant mit dem Lechfall und kurz vor Füssen bayerischen Boden. Auf seinem Weg zur Donau trennt er das Allgäu-Schwaben von Oberbayern. Von Füssen aus verlassen wir mit der königlichen Rokoko-Route die majestätischen Gipfel der Allgäuer Alpen und durchqueren das Voralpenland mit seinen lieblichen Hügellandschaften, bäuerlichen Ortschaften, barocken und romanischen Klöstern und besuchen die schönsten Rokoko-Kirchen. Die Route führt Sie von den Königsschlössern Ludwig II. bis zum Starnberger See, in dem der König seinen tragischen Tod fand.

Länge der Route: rd.110 km
Abstecher:  Ammersee und Kloster Andechs, ca. 50 – 60 km

Füssen, eine bemerkenswerte Altstadt
mit Kloster Mang und dem Hohen Schloss

HohesSchloss Uhrturm

Im Hohen Schloss Uhrturm – sehr sehenswerter Innenhof

Füssen, zu Zeiten der Römer „Foetibus“ genannt, war einst eine wichtige Verbindung auf der alten Römerstraße, der Via Claudia Augusta.  Spuren auf dem Schlossberg zeugen von einem römischen Kastell bereits im 1. Jahrhundert. Romantische mittelalterliche Gassen weisen den Weg zu reichen Schätzen der Kunstgeschichte.

Im ehemaligen und ursprünglich aus dem 8. Jh. stammenden Benediktinerkloster St. Mang, hoch über dem Lech, ist heute, in prachtvollen Barocksälen, das  Museum der Stadt (wertvolle Sammlung historischer Lauten und Geigen) untergebracht. Den ältesten bayerischen Totentanzzyklus  (1602) findet man ebenfalls im Füssener Museum. (Öffnungszeiten: April bis Oktober, täglich außer Montag, 11.00 bis 17.00 Uhr November bis März, Freitag bis Sonntag, 13.00 bis 16.00 Uhr )

In der Ostkrypta der Barockbasilika St. Mang befindet sich das älteste erhaltene Fresco Bayerns aus den Jahren um 980.  Seinen Wohlstand verdankt die Stadt den Augsburger Fürstbischöfen, die Ende des 13. Jh. dem Ort am Lech das Stadtrecht verliehen. Anfang des 14. Jh. bauten sie die Burg des bayerischen Herzogs Ludwig der Strenge zu ihrer  Sommerresidenz hoch über der jungen Stadt aus.  Um 1500 wurde das Schloss von Bischof Friedrich II. in seiner heutigen Form umgestaltet. Das Hohe Schloss zählt zu Deutschlands bedeutendsten Schlossanlagen der Spätgotik. Der kurze Weg hinauf zum Schloss sollte unbedingt zum Tagesprogramm gehören, da schon allein der Innenhof mit äußerst bemerkenswerten Illusionsmalereien den Betrachter verzaubert und in das Mittelalter zurück führt.

Fuessen Hl.Geist Spital Kirche

Füssen Hl.Geist Spital Kirche – ein Augenschmaus

Beim Bummel durch die hübsche Altstadt fällt in der Spitalgasse, nahe der Lechbrücke, eine buntbemalte Rokokofassade des Baumeisters Johann Georg Fischer, mit übergroßem Christopherus (Schutzpatron der Lechflößer) ins Auge.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Füssen sind rund um den Franziskanerplatz das Franziskanerkloster, der Sebastiansfriedhof mit Grabsteinen aus dem 16. Jahrhundert und nicht zu vergessen gen Norden der Forggensee.

Forggensee bei Fuessen

Forggensee bei Füssen mit Blick auf Schloss Neuschwanstein

Der 17 qkm große Stausee (1954 angelegt als Hochwasserschutz und zur Sicherung des Donau-Wasserstandes) lässt nichts mehr von einem künstlichen See erkennen. Von Juni bis Mitte Oktober bringen die Motorschiffe der Forggenseeschifffahrt Ausflugsgäste, Wanderer und Radler über den See.

Der See gibt einen großartigen Blick auf die Märchenschlösser Ludwig II., die Allgäuer und Tannheimer Alpen sowie die Stadt Füssen frei. Der Wander-, Gleitschirm- und Drachenflieger-Gipfel, der rd. 1880 Meter hohe Tegelberg beherrscht das Panorama am See. Eine Seilbahn zum Aussichtsgipfel bringt die Ausflügler zum grandiosen Ausblick über die Königsschlösser, die Allgäuer Alpen und Seenlandschaft der Voralpen.

Aber nun, machen auch Sie den unvermeidlichen Abstecher nach Schwangau zu den berühmten Königsschlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau.

Schwangau: Schloss Hohenschwangau und Neuschwanstein

Neuschwanstein

Wenige Kilometer östliche von Füssen treffen Sie auf den kleinen Ort Schwangau, ein heilklimatischer Kurort. Ein Ort der Sommerfrische und Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen, auf denen man so ganz nebenbei immer wieder auf die Schlösser des bayerischen Königs Ludwig II. trifft.

Für die Schlösserbesichtigung brauchen Sie viel Zeit und Geduld, denn hier ist die ganze Welt zu Gast und es hat den Anschein alle auf einmal. Aber… der Traum des bayerischen Königs Ludwig mit seinen himmelwärts ragenden Türmen wird auch Sie in den Bann ziehen. Einen Besuch sollten Sie in jedem Fall einplanen. Die Besucherströme sind bestens organisiert und ich verspreche Ihnen ein unvergessliches Erlebnis. Erfahren Sie mehr über König Ludwig II. und wie es zu den Prunkbauten des Historismus kam, gleich hier auf Relais und Alpen.

Seit September 2011 hat Schwangau eine weitere Attraktion, das Museum der bayerischen Könige direkt am Alpsee gelegen im ehemaligen Grandhotel Alpenrose. Das futuristische Museum mit modernster Museumstechnik erläutert die Geschichte der Wittelsbacher mit den Schwerpunkten, König Maximilian II. und König Ludwig II.  – Link zum Museum

Bevor Sie die Welt der Schlösser und Schwangau gen Norden auf der „Romantischen Straße“ verlassen, erreichen Sie linkerhand und zu Füßen des Tegelberges ein barockes Schmuckstück der Wessobrunner Kunstwerkstatt, die Colomanskirche. Der Ursprung der einstigen Feldkapelle mit dem zierlichen Zwiebelturm geht auf das 15. Jh. zurück. Ende des 17. Jh. wurde die Kirche vom Wessobrunner Baumeister und Stuckateur Johann Schmuzer umgebaut. Reiche Stuckdekorationen schmücken Decken und Wände.

 

Die Wessobrunner
Die Familie Schmuzer (1621-1752) gründete gemeinsam mit Caspar Feichtmayr (1639-1704) die Wessobrunner Schule. Diese Schule, wurde zum Begriff über Bayerns Grenzen hinaus. Ihr entstammen die berühmtesten Baumeister, Freskomaler und Stuckateure. Namen wie Schmuzer, Feichtmayr, Zimmermann und deren Schüler werden uns auf dem weiteren Weg der historischen Routen durch das Allgäu und Oberbayern begleiten. Dieser Schule und Ihren Meistern verdankt Bayern eine große Zahl an wertvollen Kirchen und Klöstern, die auch den Rang eines UNESCO Weltkulturerbes erlangten. Ziehen Sie weiter mit Relais und Alpen durch den Pfaffenwinkel und „durchstöbern“ Sie die Kleinode der Vergangenheit.

 

Steingaden

Steingaden Klosterkirche St. Johann Baptist

Steingaden Klosterkirche St. Johann Baptist

30 Kilometer nördlich erreichen Sie Steingaden. Die Klosterkirche St. Johann Baptist (1176) gehört zu den bedeutendsten romanischen Bauwerken im Pfaffenwinkel. Allerdings wurde auch diese Kirche im 18. Jahrhundert dem Zeitgeist angepasst und erhielt unter Franz Xaver Schmuzer (Wessobrunner Schule) eine Rokokoausstattung. Seit diesem Umbau zählt die reich ausgeschmückte dreischiffige Pfeilerbasilika zu den schönsten Rokoko-Kirchen Bayerns, wenn nicht gar Süddeutschlands. Werke, bekannter Kirchenmaler und Bildhauer wie Johann Georg Bergmüller (Deckengemälde), Johann Baptist Straub (Welfenepitaphien) und Anton Sturm (Kanzel) können in dieser Kirche bewundert werden. Aus dem 13. Jahrhundert befindet sich im Westteil der Kirche ein sehr bemerkenswerter Kreuzgang mit Netzgewölbe.

Wallfahrtskirche zum „Gegeißelten Heiland“ in der Wies

Nur 6 km von Steingaden entfernt befindet sich umgeben von einer lieblichen Wiesenlandschaft mit den nahen Bergen als Kulisse, die 1983 zum UNESCO Weltkulturerbe erhobene Wieskirche.

Wieskirche von Domenikus Zimmermann

Wieskirche von Domenikus Zimmermann (Baumeister), Deckengemälde von Johann Baptist Zimmermann (Bruder)

Auf dem Dachboden eines Gasthauses in Steingaden fand die Bäuerin Maria Lory am 4. März 1738 einen „Gegeißelten Heiland“, der von zwei Mönchen des Steingadener Klosters für die Prozession (1730) aus Holz angefertigt wurde. Sie überzogen den Heiland mit Leinwand und bemalten die Statue. Nach der Prozession geriet der Heiland in Vergessenheit. Maria Lory holte den Heiland zu sich auf den Wieshof. Während des Abendgebetes am 14. Juni 1738 geschah das „Wunder in der Wies“. Der Heiland weinte, sein Antlitz zeigte Tränen. Das Tränenwunder sprach sich rasch herum und bis aus Mähren, Tirol und der Schweiz kamen die Wallfahrer um den Heiland zu sehen. 1740 entstand die erste Feldkirche in der Wies. Baubeginn für die neue Wieskirche, deren Auftrag der Abt von Steingaden erteilte war 1745, die Einweihung 1754. Den Bauauftrag erhielt der Wessobrunner Dominikus Zimmermann (Schüler von Johann Schmuzer), der damals zu den bedeutendsten Baumeistern Süddeutschlands zählte. Die Wieskirche wird zu Zimmermanns Hauptwerk. Eines der schönsten Werke der Rokokomalerei im Chorgewölbe stammt von seinem Bruder Johann Baptist Zimmermann. Gemeinsam mit den Bildhauern Anton Sturm (Kirchenväter und Plastiken an den Seitenaltären) sowie Aegidius Verhelst schufen sie ein unvergleichliches Gesamtkunstwerk des Rokokos fernab der großen Verkehrsströme. Diese Kirche ist wohl Bestandteil einer jeden Oberbayern- und Allgäu-Reisegruppe. Ein Stimmengewirr aus aller Welt ist in den Hochsaisonmonaten hier anzutreffen und als interessierter Besucher sollten Sie viel Geduld mitbringen. Der ursprüngliche Gedanke einer besinnlichen und stillen Wallfahrt, lässt sich hier leider nicht mehr nachvollziehen.

Bitte lesen Sie weiter, denn dies wäre nicht Relais und Alpen, wenn wir nicht einen ganz besonderen Tipp für Sie hätten.

Rottenbuch, der Relais und Alpen Tipp!

Rottenbuch Pfarrkirche Mariae Geburt

Rottenbuch Pfarrkirche Mariae Geburt

Keine 6 km von der Wieskirche entfernt erleben Sie in der Pfarrkirche Mariae Geburt eine wahre Explosion an Rokokokunst. Wer das Langhaus betritt wird regelrecht überwältigt von einem unerwarteten Reichtum an Stuck, Farben und lieblichen Engeln, die fröhlich musizieren oder auf Symbole verweisen. Auch das Kloster Rottenbuch begann zu romanischen Zeiten und so konnte um 1085 – 1125 der erste Kirchenbau festgehalten werden. Nach mehreren Umbauten und Neuausstattungen erhielt Rottenbuch ab 1738 eine grundlegende Erneuerung durch die Wessobrunner Baumeister und Stuckateure Josef Schmuzer und seinem Sohn Franz Xaver Schmuzer. Beteiligt am Gesamtkunstwerk waren die Maler Matthäus Günther (Hohenpeißenberg), Josef Zwink und Martin Speer. Die Kirchenausstattung wie Hochaltar und Kanzel stammen von dem in Weilheim ansässigen Franz Xaver Schmädl. Seine meisterhaft in Szene gesetzten Engel sind es, die der Kirche etwas Leichtes und Heiteres verleihen. Diese Kirche lädt zur inneren Einkehr und zum Verweilen ein. Es fällt nicht leicht, diesem Rokokojuwel den Rücken zu kehren, denn das Gefühl etwas übersehen zu haben verlässt einen nicht. Kommen Sie einfach wieder!

Schongau – Altenstadt

Von Rottenbuch führt Sie die „Romantische Straße“ in nördlicher Richtung nach Schongau und Altenstadt (knapp 20 km). Die voralpine Moränenlandschaft ist vom Lech geprägt. Das ursprüngliche Schongau war zu Zeiten der Römer das heutige Altenstadt. Die Römerstraße Via Claudia Augusta führte hier vorbei. Im 13. Jh. wird Neu-Schongau auf einer Erhöhung (Schlossberg) über dem Lech, nahe der alten Ansiedelung von den Welfen gegründet und später von den Staufern ummauert. Der Wittelsbacher Kaiser Ludwig der Bayer verleiht im Jahre 1331 Schongau die Stadt- und Bürgerrechte sowie das Münzrecht. Schongau wird so im 15. und 16. Jh. bedingt auch durch die Flößerei auf dem Lech zu einer bedeutenden Handelsstadt. Schongau ist heute eine sehenswerte kleine Stadt, die ihren Besuchern sehr viel aus der Vorzeit vermitteln kann. Bei einem Spaziergang durch die Stadt (Tipp! Broschüre „Stadt-Spaziergang“ kostenfrei im Tourismusbüro direkt in der Altstadt erhältlich) finden „Spurensucher“ Toranlagen zur Befestigung (z.B. Lechtor), eine Stadtmauer mit Wehrgang, das ehem. Herzogliche Schloss, das spätgotische Ballenhaus mit einem Treppengiebel von 1420 und eine nicht minder schöne Stadtpfarrkirche, mit bekannten Künstlern der Wessobrunner Schule: Domenikus Zimmermann, Deckengemälde von Matthäus Günther (der Peißenberger war Direktor der Augsburger Malschule, lernte unter anderem bei Cosmas Damian Asam in München und traf in Würzburg mit Tiepolo zusammen), Franz Xaver Schmädl fertigte den Hochaltar nach Plänen von Ignaz Günther (nicht verwandt mit Matthäus Günther!).

Romanische Gewoelbebasilika St. Michael in Altenstadt

Romanische Gewölbebasilika St. Michael in Altenstadt

Die romanische Gewölbebasilika St. Michael in Altenstadt, mit den beiden wuchtigen Türmen ist einen kurzen Abstecher (2 km) wert. Der Wohlstand der Ansiedlung im 12. Jh. lässt sich nicht verleugnen. Der Tuffsteinbau der Staufer besticht mit einer in bayerischen Kirchen ungewöhnlichen Strenge. Die Gesamtlänge der dreischiffigen Basilika beträgt rd. 40 m, die Breite knapp 19 m und die Höhe des Mittelschiffes eine Höhe von 13,2 Meter. In der Kirche findet der Besucher gut erhaltene Fresken aus dem 12. (u.a. Christopherus, 8 m hoch) und 13. Jh., dazu beherrscht ein romanisches Holzkruzifix (um 1200) „Der Große Gott von Altenstadt“ den Innenraum. Die Christusfigur hat immerhin eine Größe von 3,25 m Länge und 3,18 m Spannweite der Arme. Der Tympanon an der Westfassade (Hauptportal) zeigt den Kampf mit dem Drachen. Diese romanische Basilika mit den drei Schiffen und drei parallelen Ostapsiden gehört zu den bedeutendsten Kirchen Süddeutschlands. St. Michael ist die einzige durchgewölbte Kirche der Spätromanik in Bayern. 1965 wurde die Pfarrkirche durch Papst Paul VI. zu einer päpstlichen Basilika erhoben. 2004 wurde die Kirche zum Baudenkmal von nationaler Bedeutung erklärt. Hier verlassen wir die „Romantische Straße“.

Wessobrunn, das Dorf der Rokoko-Meister

Das Kloster Wessobrunn wurde mit seiner bewegten Geschichte und der Stuckatorenschule zum Mittelpunkt einer ganzen Bauepoche in Europa. Namen wie Schmuzer, Feichtmayr, Zimmermann, Übelher und Zöpf werden Ihnen in vielen Kirchen, Klöstern und öffentlichen Bauwerken begegnen.

Wessobrunn Pfarrkirche mit Roemerturm

Wessobrunn Pfarrkirche mit Roemerturm

Die Gründung des Klosters geht nach einer Legende auf den Herzog Tassilo III. (748-788) zurück. An ihn und die Legende erinnert die „tausendjährige Linde“ in der Klosteranlage, mit einem Umfang von knapp 14 Metern. Die stürmischen Reiterheere aus Ungarn plünderten und zerstörten 955 die kleine Mönchssiedlung und ermordeten Abt Thiento und sechs seiner Mönche, nur drei Mönche überlebten das blutige Massaker. Am Ort des grausamen Geschehens wurde ein Holzkreuz und nachfolgend eine Kapelle, die Kreuzbergkapelle errichtet, in Fahrtrichtung Landsberg, bei Rott (5 km). 1771 wurde die Kapelle umgestaltet und erhielt ein farbenprächtiges Deckenfresko von Matthäus Günther (Asam-Schüler und Direktor der Augsburger Kunstakademie). Von Thassilo Zöpf stammen der Stuck, die Stuckkanzel und der Choraltar.

Die erste romanische Klosterkirche aus dem frühen 11. Jh. fiel einem Brand um 1200 zum Opfer. Die neue, dreischiffige Basilika wurde 1285 eingeweiht. Sie erhielt einen freistehenden Glockenturm, den „Grauen Herzog“. Um 1500 wurden die Klostergebäude neu erbaut. Ab 1680 ergänzte man das Kloster mit dem Fürsten- und Gästetrakt sowie einem Prälatenbau mit Tassilosaal nach den Plänen von Johann Schmuzer, der bis zu seinem Tode (1701) die Bauausführungen und Stuckarbeiten leitete. Seine Söhne Josef und Franz Schmuzer vollendeten das Werk. Mit der Säkularisation (1803) wurden die Klosterkirche und der größte Teil der Klosteranlage, die mit Ettal und Tegernsee vergleichbar war, abgerissen. Nur ein Kupferstich von Michael Wening aus dem Jahr 1701 veranschaulicht die einstige Größe und wirtschaftliche Bedeutung des Klosters. Heute sind den Besuchern der Gästetrakt und Tassilosaal zugänglich und können von März bis Oktober von Dienstag bis Samstag um 10, 15 und 16 Uhr, in den Wintermonaten nur 15 Uhr sowie an Sonntagen 15 und 16 Uhr besichtigt werden. Das Museum im Kloster ist an Sonntagen von 14 – 17 Uhr geöffnet.

Neben der Stuckatorenschule erlangte Wessobrunn mit dem 814 entstanden „Wessobrunner Gebet“ einen weiteren Bekanntheitsgrad. Dieses Gebet, aus der ehemaligen Klosterbibliothek, gilt als das älteste deutsche Sprachdenkmal. Das Original befindet sich heute in der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

Die Ausstattung der Pfarrkirche St. Johann Baptist gegenüber den Klosterbauten ist ein Werk des Feichtmayr Schülers Thassilo Zöpf (Stuck und Altäre). Die Fresken signierte Johann Baptist Baader, auch „Lechhansl“ genannt. Die Figuren sind hervorragende Werke von Franz Xaver Schmädl. Das Gnadenbild der ehemaligen Klosterkirche, die „Mutter der Schönen Liebe“ wurde 1810 in den nördlichen Altar der Pfarrkirche übertragen, prunkvoll umrahmt von einem goldenen Strahlenkranz mit Krone.

St. Leonhard – Hohenpeißenberg

St Leonhard in Forst

St Leonhard in Forst

Von Wessobrunn aus führt uns der Weg weiter zum Hohenpeißenberg vorbei an der hübschen Wallfahrtskirche St. Leonhard im Forst. Selbstverständlich waren auch hier wieder die heimischen Künstler aus Wessobrunn zugange. Somit lohnt sich der Abstecher um die Werke von Zöpf, Matthäus Günther und Martin Heigl, einem Schüler von Johann Baptist Zimmermann zu bestaunen.

Der Peißenberg (988 Meter) bietet nebst einer äußerst bemerkenswerten Wallfahrtskirche, gebaut und ausgestattet von Wessobrunner und Peißenberger Künstlern, noch viel mehr. Einen Wetter-Lehrpfad und eine grandiose Aussicht über den Pfaffenwinkel mit seiner Alpenkette.

Nun, wenn Sie das mit dem „satt sehen“ doch geschafft haben, möchten wir Sie in das nur wenige Kilometer entfernte Polling entführen. Weiter geht es entlang unserer Rokoko-Route nach Weilheim und an den Ammersee mit Dießen und dem „Heiligen Berg“, das Kloster Andechs. Ein weiterer Gipfel, den Sie unbedingt erklimmen sollten, nicht nur wegen dem frischen Bier und aussichtsreichen Biergarten.

Polling bei Weilheim

Polling Stiftskirche St. Salvator und Hl. Kreuz

Polling Stiftskirche St. Salvator und Hl. Kreuz

Auch das Kloster Polling soll auf eine Gründung von Herzog Tassilo III. um 750 zurück gehen. Hier berichtet die Legende von der Auffindung eines Kreuzes durch den Herzog auf der Jagd. Das „Pollinger Kreuz“ in der Stiftskirche St. Salvator und Hl. Kreuz stammt aus dem 10. Jh. und befindet sich seit 1628 im Hochaltar. Das Kreuz ist aus Holz, überzogen mit bemaltem und vergoldetem Pergament. Anfang des 17. Jh. wurde die Klosterkirche als erste in Bayern im Renaissancestil umgebaut und erweitert. Die Baumeister waren die Münchner Jakob und Melchior Bader sowie Jörg Schmuzer aus Wessobrunn. Die Stuckarbeiten fertigten Jörg Schmuzer und Tassilo Zöpf ebenfalls aus Wessobrunn an sowie der Pollinger Christian Greinwald. Zu den Künstlern der Kirche und Kloster zählen weiters die Freskenmaler Johann Bapt. Baader und Matthäus Günter (Direktor der Augsburger Malerschule), Johann Baptist Straub aus München weiters Franz Xaver Schmädl aus Weilheim. Die Stiftskirche kann bedauerlicherweise nur durch ein schützendes Gitter betrachtet werden.

Sehenswert ist das Museum Polling direkt am Kirchplatz im ehemaligen Seminaristengebäue des Klosters. Auf drei Stockwerken erinnert das Museum an die Vielseitigkeit von Kunst und Kultur im Klosterdorf Polling. Im ehemaligen Bibliothekssaal finden heute Konzerte statt. Das Museum ist von März bis Dezember an Sonn- und Feiertag von 14 – 16.30 Uhr geöffnet.

Weilheim

Relais und Alpen führt Sie nun weiter in die größte Kleinstadt des Pfaffenwinkels zwischen Ammersee und Starnbergersee. Von der einstigen Stadtmauer existieren nur noch Reste und die Tore der Stadt aus früheren Zeiten lassen sich nur noch bei einem Spaziergang durch die Stadt erahnen. Zentrum ist, wie könnte es anders sein, der Frühbarockbau der Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt mit gotischem Turm. Die Kirche wurde von 1624 – 1628 von Georg Praun aus Wessobrunn errichtet. Weilheimer Künstler wie Steinle, Greither, Schmädl, Kipfinger und Krumper ließen es sich nicht nehmen, „ihre Kirche“ zu einem Barockjuwel zu gestalten.

Raisting – St. Johann im Felde

St. Johann im Felde Erdfunkstelle Raisting

St. Johann im Felde mit der übermächtigen Erdfunkstelle Raisting

Die Rokoko-Route  führt Sie nun weiter an den Ammersee, vorbei an der Erdfunkstelle Raisting mit der kleinen Wallfahrts-kirche St. Johann, deren Gründung im 8. Jh. ebenfalls Herzog Tassilo III. zugeordnet wird. Das kleine Kirchlein, das von den großen Parabolantennen der Erdfunkstelle um ein Vielfaches überragt wird, ist ein beliebtes Ziel für Hobbyfotografen. Bei schönem Wetter, speziell bei Föhn ist der Blick bis zur Zugspitze möglich.

Diessen am Ammersee Südufer

Der Ammersee ist mit seinen rd. 47 qkm der drittgrößte See Bayerns, nach dem Chiemsee und Starnberger See. Er ist malerisch in eine sanfte Kette aus Moränenhügel eingebettet. Diese anmutige Landschaft macht den Ammersee zu einem einmaligen „Revier“ für Radfahrer und Wanderer ohne allzu große mühevolle Steigungen.

Diessen Marienmuenster

Diessen Marienmuenster

Die Dorfstraße in Diessen gibt die Hauptattraktion des Südufers preis. Das Marienmünster des ehemaligen Klosters der Augustiner Chorherren, ein Muss auf dieser Route. Die Marienkirche gehört zu den schönsten bayerischen Rokokokirchen. In den Jahren 1720 bis 1739 wurde die Kirche nach den Plänen von Johann Michael Fischer komplett neu erbaut. Die Innenausstattung prägten bekannte Künstler wie Francois Cuvillies (Pläne des Hochaltars), Plastiken von Franz Xaver Schmädl sowie Johann Baptist Straub (Kanzel). Die Stuckarbeiten übernahmen Franz Xaver und Johann Michael Feichtmayr. Selbst die Venezianer Giovanni B. Tiepolo und Giovanni B. Pittoni legten Hand an im Münster, für je 600 Gulden also pro Altarblatt. Von Tiepolo stammt das Gemälde im Sebastiansaltar in der 2. südlichen Kapelle.

Diessen Muenster Innenausstattung

Diessen Muenster Innenausstattung

Das monumentale Deckenfresko „Der Dießener Himmel“ in der Kuppel über dem Altarraum (1736), wie das sich über drei Joche erstreckende Deckengemälde wurden von Johann Georg Bergmüller (1688-1762) geschaffen. Es wurde sein Hauptwerk. Der gebürtige Schwabe studierte in Italien und leitete nach seiner Rückkehr die Augsburger Malerschule. Hier in Dießen steht er im unmittelbaren Vergleich mit seinem Meisterschüler, dem Südtiroler Johann Ev. Holzer sowie Tiepolo.

Andechs, der „Heilige Berg“ der Benediktiner

Am Südostufer des Ammersees erhebt sich aus den lieblichen Hügeln des Umlandes eine markante Bergkuppe mit rd. 700 Metern Höhe, auf der sehr deutlich eine Kirche zu erkennen ist – der „Heilige Berg“.

Andechs - der Heilige Berg der Bayern

Der Heilige Berg ist keineswegs eine Erfindung der Bierliebhaber, die sich vom schmackhaften Gebräu regelmäßig anziehen lassen, sondern eine Bezeichnung, die auf den Vater des Klostergründers Albrecht III. zurück geht und auf den Reliquienschatz aus dem 10. Jh. hinweist. Graf Rasso soll von einer Reise ins Hl. Land Partikel von der Dornenkrone, Geißelrute, Spotzepter, Schweißtuch und vom Kreuz Christi als Reliquien mitgebracht haben. Die burgartige Anlage erinnert an den Stammsitz der Grafen von Andechs. Von der einstigen Andechser Burg ist schier nichts mehr zu erkennen. Die Wallfahrt nach Andechs beginnt im Jahre 1128. Zur Verehrung der heiligen Reliquien kommt um 1700 die Gottesmutter und nach dem 2. Weltkrieg wird Andechs Wallfahrtsort für die vertriebenen Schlesier, zumal sich seit 1929 die Schädelreliquie der hl. Hedwig v. Schlesien in Andechs befindet. Andechs zieht wie ein Magnet Wallfahrer und Kunsthistoriker an, die das fröhliche Nebeneinander mit Besuchern des Brauereigasthofes und großen Klosterladen nicht scheuen. Der kurze steile Weg von etwa 10 bis 15 Gehminuten hinauf zur Kirche und Gasthof wird gerne und zahlreich in Kauf genommen.

Andechs Wallfahrtskirche

Die Kirche mit ihrem achteckigen Turm und Zwiebelhaube (1674/75) spiegelt die Lebensfreude des Berges wider. Die beeindruckende Sonnenuhr im Unterbau des Turmes von Lothar Schwink erinnert dagegen an die Vergänglichkeit des menschlichen Lebens. Die drei-schiffige Freipfeilerbasilika ist ein spätgotischer Bau aus dem 15. Jh. Bis 1755 erhielt die Kirche eine einheitliche Ausstattung im Spätrokoko. Stuck und Fresken wurden von Johann Bapt. Zimmermann und Johann Georg Übelher angefertigt, die Figuren von Johann Bapt. Straub. Sie verwandelten die mittelalterliche Kirche in einen heiteren, künstlerisch perfekten Kirchenraum. Eine wunderschöne Kirche die einen Besuch lohnt und mit dem anschließenden Genuss eines Klosterbiers den Tag harmonisch abrundet.

Dank der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Wallfahrt Andechs, fiel die  Säkularisation (1803) relativ glimpflich aus. Die Wallfahrt und Apotheke durften weiter bestehen. Die Gebäude wechselten ab 1804 mehrfach den Besitzer, bis 1846 König Ludwig I. das säkularisierte Kloster für die Benediktiner von St. Bonifaz in München als künftiges Wirtschaftsgut erwarb. Die Wiedereröffnung als Priorat, des von König Ludwig I. gegründeten Klosters St. Bonifaz, fand 1850 statt. Bis heute gehört Andechs zur Benediktinerabtei.

Starnberger See

StarnbergerSee

Starnberger See, Anlegestelle Bernried

Den Starnberger See erreicht man in weniger als 20 Kilometer ab dem Kloster Andechs. Zu Königszeiten wurde er Würmsee genannt, wegen seines Zu- und Abflusses, der Würm, (Würmeiszeit, Würmtal). Der Starnberger See ist mit 56,5 qkm der zweitgrößte See Bayerns nach dem Chiemsee. Sein Umfang von knapp 45 km ist Ziel von zahlreichen Radfahrern, die den See auf zwei Rädern erkunden. Der See „gehört“ den Münchnern, er ist „ihr Ausflugssee“ und liegt weniger als  30 km entfernt und ist leicht per Autobahn, dem Fahrrad bzw. der S-Bahn zu erreichen. Starnberg, der größte Ort am See wird durch seine schnelle S-Bahn-Anbindung schon als Vorort Münchens gezählt. Die S-Bahn führt von Starnberg weiter über Possenhofen (Sissis Heimat!) nach Tutzing. Der See bezaubert seine Besucher mit einem – natürlich nur bei schönem Wetter – klaren Blick auf die Alpenkette im Süden.

Die Bayerische Seenschifffahrt (April bis Oktober) hält neun Schifffahrtsstationen für Ausflugsgäste bereit. Starnberg, Berg (Votivkapelle König Ludwig II.), Leoni, Possenhofen, Tutzing, Ammerland, Ambach, Seeshaupt und Bernried.

Letzteren Ort am südlichen Westufer nehmen wir von Andechs kommend als Auftakt für unsere Stippvisite am Starnberger See.

Bernried am Starnberger See

Etwas verträumt liegt das Dorf, das 1983 zum „Schönsten Dorf Bayerns“ gekürt wurde, mit seinem hübschen historischen Ortskern am Südwestufer. Viele Jahrhunderte prägten die Augustiner Chorherren Bernried und Umgebung. Das Dorf hatte gerade mal den grausamen 30-jährigen Krieg (1618-1648) überstanden, als ein Dorfbrand im Jahr 1685 die Stiftsbrauerei und Bernrieder Bürgerhäuser einäscherte. Holz-häuser aus dem Wiederaufbau schmücken heute das Dorf und stehen unter Denkmalschutz.

Bernried Holzhaus mit Blumenschmuck

Bernried, Holzhaus mit üppigem Blumenschmuck

Die große Pfarrkirche St. Martin war im alten Bernried die Stiftskirche der Augustiner Chorherren. Sie steht auf den Resten der ersten romanischen Kirche aus dem 12. Jh. In gotischer Zeit erhielt die Kirche eine Erweiterung. Der letzte große Umbau wurde 1659, allem Anschein nach von Caspar Feichtmayr durchgeführt. Der Wessobrunner war in Bernried ansässig und feierte seine Hochzeit 1662 in der Stiftskirche.

Vor dem Klosterhof mit der Martinskirche befindet sich die ehemalige Hofmarkskirche, die heutige Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Im Jahr 1672 erfolgte ein Anbau der „Gruftkirche“, eine Wallfahrtskirche, deren eigenwilliger Zugang sich unter der Kanzel befindet. Der barocke Stuck der Kirche und Gruftkapelle wird Caspar Feichtmayr zugeordnet. Die Seitenaltäre wurden 1769 von Paul Zwinck nach Entwürfen des Wessobrunner Tassilo Zöpf angefertigt.

1803 wurde das Kloster Bernried im Rahmen der Säkularisation aufgelöst. Die Stiftskirche wurde zur Pfarrkirche. Die Hofmarkskirche wurde von der Gemeinde und Bernrieder Bürgern gekauft und wurde so vom drohenden Abriss bewahrt. Seit 1949 ist das Kloster Bernried im Besitz der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing.

Ein Spaziergang durch Bernried ist sehr zu empfehlen, weiters für Kunstinteressierte das Buchheim Museum der Phantasie, das von der Seepromenade aus über den Uferweg in nur 800 m gemütlich erreicht werden kann.

Zum Schluss der „königlichen Rokoko-Route“ entführt Sie Relais und Alpen an das Ostufer des Sees, nach Berg. Hier im Schlosspark am See kam der Bayerische König Ludwig II. tragisch ums Leben.

Berg am Starnberger See

Ludwig Kreuz Starnberger See

Gedenkkreuz Ludwig II. im Starnberger See

Ein Bild, das über 125 Jahre trennt. Ein mit frischen Blumen geschmücktes Kreuz am nahen Ufer erinnert an den bis heute skandal-umwitterten Tod des bayerischen Königs Ludwig II. im Juni 1886. Der junge König musste sein Leben lassen, was bis heute ein ungelöstes Rätsel ist. Dahinter kreuzen die Motorschiffe der Seen-schifffahrt, Segler, Surfer und Ruderboote. Fast schon ehrfürchtig stehen die Besucher vor dem Kreuz und reden über den Hergang, ob Unfall oder Mord. Auf ihrer Radtour bzw. Wanderung, vom Schiff oder Parkplatz kommend haben sie ein Schild an der Seestraße, am ehemaligen Fischerhaus vorgefunden, das die Mordtheorie untermauert, die die Gugelmänner nicht müde sind, immer wieder in Erinnerung zu rufen. Dabei begann alles einmal so fröhlich. Im Schloss Berg (17.Jh.) fanden über all die Jahrzehnte rauschende Feste und Jagdgesellschaften statt. Ludwigs Vater Max II. legte einen eigenen kleinen Hafen am See an um Gäste zu empfangen, die ab 1854 mit der Eisenbahn nach Starnberg anreisen konnten. Als Sommerresidenz seines Vaters, war Berg auch für Ludwig eine Heimat geworden, mehr als die Münchner Stadt. Er liebte von jeher die Stille. Speziell für ihn wurde sogar eine Telegraphen-leitung nach München gelegt, damit er seine königlichen Aufgaben erledigen konnte. Seine Cousine Sissi, die spätere Kaiserin von Österreich, wohnte gegenüber am Westufer in Possenhofen. 1886 hat die einstige Fröhlichkeit das Schloss verlassen. Erfahren Sie mehr über König Ludwig II.

Starnberg

Ganz so traurig möchte ich die königliche Rokoko-Route nicht enden lassen, deshalb noch ein spezieller Tipp – das nahe Starnberg. Bummeln Sie die Seepromenade entlang, gehen Sie Shoppen oder trinken Sie gemütlich Ihren Kaffee direkt am See mit Blick in die Berge.

Starnberg Promenade

Genießen Sie nach soviel Rokoko und Historie das „süße Leben“ des Nichtstuns. Entscheiden Sie selbst, ob Sie noch einen Blick in die Rokoko-Kirche St. Joseph riskieren. Das Innere ist dezenter als die vielen großartigen Kirchen, die hinter Ihnen liegen. Die Arbeiten der Künstler sind aber in jedem Fall beeindruckend: Fresken von Christian Winck, die großartige Kanzel und der Hochaltar von Ignaz Günther (1725-1775).

 

Ignaz Günther wird Ihnen in zahlreichen namhaften Kirchen und Bauten (Schloss Nymphenburg) in München und Oberbayern begegnen, beispielsweise in der schmucken Kirche in Rott am Inn und dem bezaubernden Kloster Altenhohenau (ein schier vergessenes Kleinod) gegenüberliegend am Inn in der Nähe von Wasserburg (siehe in der Bayerischen Inntal Route).

 

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Christa

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