Die Chiemgau-Route vom Inn an die Salzach

Christa —  13. September 2015 — Kommentieren

Mittendrin auf einer Insel ein Märchenschloss mit “Tischlein deck dich”, ein Landl voller Romanik & Barock und der zweithöchste Alpengipfel Deutschlands.

Bayerns Südosten, der Chiemgau und das Berchtesgadener Land wurden mit den Kräften der Eiszeit zur Schönheit ausgebaut, einem übergroßen Freilichttheater gleich. Wir beginnen mit dieser bezaubernden Route in Kufstein, der Stadt mit der stolzen Feste hoch über dem Inn. Durch das Priental führen wir Sie an den Chiemsee und weiter bis zum Königssee, der zu Füßen des zweithöchsten Gipfels in Deutschland liegt, dem Watzmann. Mit der Festungs- und Festspielstadt Salzburg, eine der schönsten Städte der Alpen beenden wir diese Route. Sie sollten jeden Moment genießen und verweilen.

Schloss Herrenchiemsee

Länge der Route: rd. 120 km
Abstecher:  Überfahrt mit der Chiemsee-Schifffahrt zu den Inseln Herren- und Frauenwörth

Kufstein, die Perle Tirols

Kufsteiner Festungsanlage

Majestätisch über der Stadt am Inn steht seit Jahrhunderten die Feste Kufstein, das Wahrzeichen der Stadt. Zur Festung auf dem schroffen Felsen kommt man mit dem gläsernen Aufzug oder über einen kurzen überdachten Aufstieg. 1205 wurde die Burg erstmals erwähnt und im Jahre 1504 vom österreichischen Kaiser Maximilian I. den Bayern abgenommen. Die als uneinnehmbare Burg wurde von den Österreichern im Sturm erobert. Der 90 Meter hohe Kaiserturm entstand in den Jahren bis 1522. Bei einem Bummel durch die Stadt sollten Sie auf die Zeit achten, denn täglich um 12 Uhr (im Sommer zusätzlich um 17 Uhr) ertönt die Heldenorgel aus dem Bürgerturm über die Stadt. Mit 4.307 Pfeifen ist die Orgel die größte Freiorgel der Welt. (Das Tiroler Inntal gleich hier auf Relais und Alpen)

Sachrang, das Dorf des Müllner Peters

Sachrang

Sachrang

Das kleine bayerische Dorf am Anfang des Prientales hat eine lebendige Chronik zu verzeichnen. 1216 kam es durch eine Schenkung zum Bistum Chiemsee. Rund 100 Jahre später wurde es als Lehen dem Herrn von Hohenaschau übertragen und ging im Jahr 1529 endgültig durch einen Kauf an das Herrschaftsgericht Hohenaschau. Die Graubündner Brüder Giulio und Pietro Zucalli gaben der Pfarrkirche St. Michael (Ende des 17. Jh.) eine besonders prunkvolle Note, die man im kleinen Dorf an der Grenze nicht erwarten würde. Dem berühmtesten Sachranger, dem Huber Peter (1766-1843), nach seinem Beruf als Müllner benannt, widmete der Schriftsteller Carl Oscar Renner einen Roman »Der Müllner-Peter von Sachrang«. Der Roman wurde verfilmt und Sachrang zur Legende.

Aschau im Chiemgau

Schloss Hohenaschau im Priental

Schloss Hohenaschau im Priental

Das mächtige Schloss Hohenaschau (12. Jh.) prägt das Aschauer Priental unterstützt von den beiden Zwiebeltürmen der barocken Pfarrkirche Darstellung des Herrn. Die Schlosskapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts barockisiert. Die beiden Altarblätter der Seitenaltäre stammen von Johann Babtist Zimmermann. Das Schloss war jahrhundertelang Mittelpunkt und Herrschaftsgericht bis in das Jahr 1848.

Urschalling, St. Jakobus

Sehenswertes Kircherl in Urschalling zwischen Bernau und Prien

Sehenswertes Kircherl in Urschalling bei Prien

Die schlichte kleine Dorfkirche (im 12. Jh. Burg und Kirche der Falkensteiner) beherbergt eine der bedeutendsten Kirchenmalereien des Alpenraumes. Der gotisch-romanische Freskenzyklus ist dem 12. – 14. Jh. zuzuordnen. Der Zusammenhang der Freskenfolge ergibt eine klare biblische Konzeption. Die älteste Malerei, der Sündenfall links im Chorraum, entstand in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts.

 

 

Der Chiemsee, das Bayerische Meer

Bayerns größter See (84 Quadratkilometer) ist ein »Überrest« des letzten Alpengletschers und vor fast 15.000 Jahren entstanden. Sein wichtigster Zufluss ist die Tiroler Ache. Das Mündungsdelta der Ache ist ein wahres Vogelparadies und Naturschutzgebiet. Der See damals und heute ein Kleinod für die Seele – einfach mal loslassen…

Sonnenuntergang am Chiemsee

Sonnenuntergang am Chiemsee

Der fischreiche See lockte Kelten und Römer an, die am See und auf den Inseln siedelten. Im 8. Jh. gründete Herzog Tassilo III. von Bayern auf der Herreninsel ein Benediktinerkloster, das allerdings im 10. Jh. von den Ungarn fast vollständig zerstört wurde. 1130 entstand das Augustinerchorherrenstift. Von 1215 bis zur alles vernichtenden Säkularisation im Jahr 1803 war das Kloster Herrenchiemsee das Zentrum des Bistums Salzburg (Suffraganbistum Chiemsee). 1878 erwarb König Ludwig II. die Insel um die Natur, den alten Baumbestand zu retten. 10 Jahre später baute er auf der Insel sein Märchenschloss.

Das Kloster auf der Fraueninsel wurde von Kaiser Ludwig dem Deutschen um 860 gegründet. Die erste Äbtissin war seine Tochter Irmingard. Sie wurde 1929 selig gesprochen. Die schlechte wirtschaftliche Lage des Klosters erlaubte es nicht, prächtige Fürsten- und Äbtissinnenräume auszustatten (Brände, Ungarnkriege). Nach der Säkularisation (1803) durften die Nonnen im Kloster bleiben, da sich kein Käufer für die Klosteranlage fand.
Tipp! Überfahrt mit der Chiemsee-Schiffahrt ab Prien

Die Herreninsel – Altes Schloss

Das ehemalige Augustiner Chorherrenstift wird auch als »Altes Schloss« bezeichnet. Die Gründung geht auf den Agilolfinger, Herzog Tassilo III. im 8. Jh. zurück. 1130 entstand das Augustiner Chorherrenstift. 1215 richtete das Bistum Salzburg das Suffraganbistum Chiemsee ein. Wie die meisten Klöster im Mittelalter wurde Chiemsee zum wichtigsten Kulturträger mit einem wirtschaftlichen und politischen Zentrum. Im Kloster gab es eine reichhaltige Bibliothek, ein Skriptorium zur Buchherstellung und eine Schule, die vorwiegend von Söhnen des Hochadels besucht wurde.

Kaisersaal Altes Schloss  Privatzimmer Ludwigs Altes Schloss  Bibliothekssaal Altes Schloss Herrenchiemsee

Das Kloster, insbesondere der »Fürstenstock« gehört zu den eindruckvollsten Barockanlagen des 17.und 18. Jh. Der Inseldom, der bedauernswerter Weise der Säkularisation zum Opfer fiel, wurde in prachtvollem Barock (1676/87) errichtet. (Baumeister: Lorenzo Scasia, Stuck: Giulio Zuccalli) In den Jahren 1713 – 1715 entstand das Kaiserzimmer, das den Betrachter in Staunen versetzt. Die hochbarocke Wandmalerei stammt von Benedikt Albrecht. Mit einer Scheinarchitektur blickt man in Gärten, die den Raum größer erscheinen lassen, bis hin zu den Darstellungen an der Decke, durch die eine nicht vorhandene »Höhe« entsteht. 1738 schuf der Münchner Hofbaumeister und Stuckateur Johann Babtist Zimmermann den 2-schiffigen Bibliothekssaal.

Im Konventstock tagte im August 1948 der Verfassungskonvent zur Vorbereitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.

Schloss Herrenchiemsee
- das Schloss mit dem »Tischlein deck dich«

Schloss Herrenchiemsee

Bereits vor dem Erwerb der Herreninsel hatte König Ludwig II. ein Schloss nach dem Vorbild von Versailles geplant. Der Architekt Georg Dollmann setzte seine Pläne (Baubeginn 1878) um und konzipierte ein noch perfekteres Versailles. Mit einer Länge von 98 Metern ist der Spiegelsaal (17 Spiegel) größer als die Spiegelgalerie in Versailles. Die 1.848 Kerzen der 44 Kandelaber und 33 Lüster brannten früher allein für den König. Die Bauarbeiten wurden am 5. Mai 1886 eingestellt. Am 13. Juni 1886 starb der König im Starnberger See. »Wenn ich nicht bauen darf, kann ich nicht leben«.

Frauenchiemsee, Kleinod im See

Die Insel war von jeher ein wirtschaftlicher Sonderfall. Der weltliche Teil hatte den Charakter eines Handwerksdorfes. Fischerei und Töpferei. Zur Landwirtschaft diente die nahe gelegene Krautinsel.

Campanile Frauenchiemsee

Campanile Frauenchiemsee

Das Marienmünster ist ein spätottonischer Bau aus dem frühen 11. Jh. Der wertvollste Besitz sind die Wandmalereien des frühen 12. Jh. (Ausstellung im Museum der Torhalle) Die Türumrahmung mit dem Tympanonfeld stammt vermutlich aus karolingischer Zeit (9. Jh.) Eine Besonderheit, der romanische Löwenkopf als Türklopfer. Der neben der Kirche stehende Campanile ist das Wahrzeichen des Chiemgaus. In seiner 8-eckigen Form wurde er ursprünglich als Wehr- und Fluchtturm im 10./11. Jh. erbaut. Der heutige Zwiebelturm ersetzte 1572 den alten Spitzturm. Der Zwiebelturm ist der älteste Bayerns.

Neben dem im 9. Jh. durch Ludwig dem Deutschen gegründeten Kloster, mit der prachtvollen Inselkirche und dem Campanile, steht das älteste »Hochgebäude« Bayerns, die romanische Torhalle. Die offene Halle mit dem Tonnengewölbe ist eine der ältesten Gewölbeformen und aus der griechischen und etruskischen Architektur bekannt. In der Michaelskapelle im Obergeschoss wurden Mäanderfriese und figürliche Wandbilder freigelegt. Die monochrom in roten Strichen dargestellten Engel sind auf das frühe 9. Jh. zurückzuführen.

Bevor Sie die Insel wieder verlassen, sollten sie sich ein bisserl Ruhe gönnen, einen Chiemseefisch probieren und beim Inseltöpfer vorbei schauen, neben der Fischerei von alters her eine Tradition auf Frauenwörth. (mehr über den Chiemsee)

 

Die Deutsche Alpenstraße

Die Deutsche Alpenstraße führt von Lindau nach Salzburg. Sie können vom Chiemsee über Bernau, Grassau, Reit im Winkl, Ruhpolding und Inzell dieser Straße nach Berchtesgaden folgen. (Von Inzell nach Bad Reichenhall können Sie weiter unten nachlesen.)

Ramsau Hochkalter

Ramsau – St. Sebastian mit Hochkalter (2.608 m)

Einen der schönsten Ausblicke dieser Alpenroute findet man in Ramsau, das 2015 zum ersten Bergsteigerdorf Deutschlands auserkoren wurde. Die berühmte Kirche am Wegrand (St. Sebastian, 1512) mit Blick auf den Hochkalter (2.608m), steht an der alten Salzroute von Schellenberg bis Lofer. Aber nicht nur die Salzsäumer zogen jahrhundertelang vorbei, auch die Kelten nahmen diesen Weg hinüber in den Pinzgau. Hochaltar (1680) mit den drei Pestpatronen Sebastian, Rochus und Wendelin. Im 15. Jh. fiel ein Drittel Europas der Seuche zum Opfer. Ramsau blieb verschont. Bemerkenswert auch die historische Orgel mit den gotischen Apostelfiguren.

Wahlfahrtskirche Maria Gern

Zu den schönsten barocken Wallfahrtskirchen Süddeutschlands zählt die Kirche Maria Gern (1708). Wahlfahrten nahmen Ende des 17. Jh. immer mehr zu und so wurde die Vorgängerkirche bald zu klein. Die Kirche überrascht mit einem festlichen Barock und einer reizvollen Stuckdecke.

Es empfiehlt sich hier oben in Maria Gern eine Wanderung zu unternehmen. Die Lage der Kirche ist äußerst markant und malerisch zwischen Untersberg und Watzmann.

Berchtesgaden

Berchtesgaden gab an die gesamte Region seinen Namen ab. Mit der Eröffnung der Bahnlinie 1888 erhielt das Berchtesgadener Land einen starken Aufschwung, nicht zuletzt mit dem Tourismus. Aber davor kamen die Maler, die die Landschaft zu Füßen des zweithöchsten Berges Deutschlands, dem Watzmann mit 2.713 m auf ihrer Leinwand für die Nachwelt festhalten wollten.

Ein im 11. Jh. bestehendes Jagdhaus namens »Perther« (Gaden bedeutet Haus) gab dem Ort seinen Namen. 1105 gründete Graf Berengar von Sulzbach ein Augustinerchorherrenstift. Von den deutschen Herrschern bekam das Stift 1156 das Salzregal und 1194 die weltliche Gerichtsbarkeit. Ab 1245 unterstand das zuerst durch den Salzabbau reiche Chorherrenstift unmittelbar dem Pabst. Von 1594 bis 1723 waren die Wittelsbacher auch die Fürstpröbste von Berchtesgaden.

Das romanische Langhaus des Chorherrenstifts St. Peter und Johannes wurde Mitte des 15. Jh. durch eine spätgotische, dreischiffige Kirchenhalle ersetzt. Die Grundmauern der Doppeltürme stammen noch aus romanischer Zeit. Beachtenswert, der romanische Kreuzgang um 1220/1250, einer der bedeutendsten in Deutschland. Neben der Stiftskirche im ehemaligen Schloss der Wittelsbacher ist ein sehenswertes Schlossmuseum, mit einer reichen Sammlung des Kronprinzen Ruprecht von Bayern, untergebracht.

Ein Bummel durch die Stadt gibt immer wieder bezaubernde Ausblicke auf die majestätische Bergwelt frei. Trotzdem sollten Sie ein Augenmerk auf die Fassadenmalereien an den typischen Häusern, mit dem Salzburger Baustil werfen. Die früheste Fassadenmalerei aus der Zeit um 1610 finden Sie am ehemaligen Gasthof Zum Hirschen. In skurrilen Szenen stellen Affen die Untugenden der Menschen dar.

Das Historische Nonntal, ist der älteste Straßenzug der Stadt, im typischen Stil des Alpenlandes. Das Nonntal geht auf das ehemalige Augustiner Nonnenkloster zurück. An dieser Straße finden Sie angefangen vom Schlossplatz mit der Stiftskirche auch den alten Friedhof (von 1685 und unter Denkmalschutz) das Rathaus, das Kanzlerhaus (1560) und das Heimatmuseum. Die Straße führt Sie auch zum Salzbergwerk.

Sehenswert: Berchtesgadener Heimatmuseum, Salzbergwerk Berchtesgaden (eine Einfahrt in das Bergwerk lohnt sich und macht nicht nur Kindern Spaß).

Königssee, mitten im Nationalpark Berchtesgaden

Den Königssee erreicht man bequem auf einer Wanderung, Radtour oder mit dem Auto. Seit 1909 wird der See mit Motorschiffen (heute Elektroboote, regelmäßig und ganzjährig) befahren und die Touristen zur weltberühmten Kirche St. Bartholomä, dem Wahrzeichen des Königssees übergesetzt. Vielfach gemalt und fotografiert. Auf dem Weg zur Halbinsel, zu Füßen der Hachelköpfe und des kleinen Watzmanns, legen die Schiffe an der Echowand einen Stopp ein für das berühmte Trompetenecho, das mystisch über den See erschallt.

Bartholomä Königssee

Um 1134 wurde die »Basilica Chunigesse« erbaut und der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht. 1522 wird erstmals eine Kapelle Bartholomäus genannt. Der Heilige Barholomäus ist der Patron der Almbauern, Sennerinnen und Hirten. 1698 wurde auch Bartholomä barockisiert und Anfang des 18. Jh. durch einen Anbau (Rotunde) mit dem Jagdschloss verbunden.

TIPP! Einen herrlichen Ausblick über den Nationalpark Berchtesgaden verspricht die Auffahrt mit der Jennerbahn zur Bergstation in 1.800 Metern über dem Meer und Königssee.

Kehlsteinhaus

Das Kehlsteinhaus mit einem grandiosen Ausblick in die Welt der Alpen, liegt  auf 1.834 Metern Höhe. Die Straße zum Gipfel wurde in nur 13 Monaten ausgebaut. Ein wahres Meisterwerk der Straßenbauer. Vom Wendeplatz der Busse (nicht öffentlich befahrbar) bringt Sie ein prunkvoll ausgestatteter Aufzug zur Bergstation. Der Aufzug überwindet in nur 41 Sekunden 124 Meter.

 

Von Inzell nach Bad Reichenhall

Wer die direkte Verbindung von Inzell nach Bad Reichenhall nimmt, kommt vorbei an dem malerisch gelegenen Thumsee und erreicht über Karlstein an der alten Salzstraße, die bayerische Kurstadt.

Karlstein

hatte im Mittelalter eine sichernde und strategische Funktion für die Stadt Reichenhall, dazu war Karlstein Mautstelle. Davon zeugt die Burgruine (nur auf einer Wanderung zu erreichen) auf einem steilen Felsen über dem Thumsee, die seit 2012 saniert wird. Auf der unmittelbar benachbarten Anhöhe, dem Pankrazfelsen, erhebt sich ein kleines Barock-Kircherl über das Tal, das den Namen des Felsen trägt. Die Wallfahrtskirche St. Pankraz ist nur zu Fuß an der Nordseite der Anhöhe und über 300 Stufen erreichbar.

Karlstein hat eine lange Geschichte wie Funde belegen. Die Straße durch Karlstein war von jeher die beste Verbindung über Lofer nach Tirol und Italien sowie an den Inn, von Kelten und Römern gleichermaßen genutzt. Im historischen Gasthof Kaitl nächtigten regelmäßig Mozart und sein Vater auf dem Weg nach Italien.

 

Bad Reichenhall

Bad Reichenhall Rathaus

Bad Reichenhall – Rathaus

Das Gebiet um Reichenhall war schon in der Bronzezeit besiedelt, was wohl auf die Solequellen zurückzuführen ist. (Funde im Heimatmuseum!) Um 700 waren bereits 700 Sudpannen im Einsatz. Salzburger und Bayern stritten um das Salz was dazuführte, dass Reichenhall eine Wehrmauer zum Schutz bekam. Der hohe Salzgehalt der Sole (24 %) lieferte täglich 190.000 l Sole. Mit der Entdeckung der Heilkraft im 19. Jh. beginnt eine sehr erfolgreiche Zeit für die Stadt. Reichenhall gehört zu den bedeutendsten Kurstädten Deutschlands.

Sehenswert: das ehemalige Augustinerchorherrenstift St. Zeno (1136). Der älteste Teil ist ein romanischer Kreuzgang. Das Münster St. Zeno war die größte aller romanischen Basiliken Oberbayerns.

In der »Alten Saline« ist die Maschinenhalle von besonderer technischer Bedeutung. Zwei große Wasserräder wurden über den um 1507 errichteten Hauptbrunnenschacht errichtet.

Gradierhaus: Das größte Freiluftinhalatorium (1912, 720 m Länge) Deutschlands befindet sich im Reichenhaller Kurpark. Jeden Tag rieselt die 2-3%ige Alpensole über rund 100.000 Schwarzdornbüschel herab, die die Sole fein zerstäuben. Die Sole wirkt durchblutungsfördernd, das Atmen fällt leichter.

 

Predigtstuhl mit Überblick

Die Predigtstuhl Bergbahn bringt Sie in 10 Minuten auf den Hausberg der Reichenhaller. Von der Bergstation (1583m) bietet sich eine leichte Höhenwanderung oder der Aufstieg zum Gipfel (1613 m) an. Die Aussicht über Bad Reichenhall, Salzburg sowie das Bergpanorama sind einzigartig.

 

Salzburg

Diese Stadt an der Salzach ist ein großes Museum unter freiem Himmel, ein äußerst lebendiges. Die Stadt ist Musik, von Wolfgang Amadeus Mozart bis zur singenden Trapp-Familie, die durch das Musical und den Film »Sound of Music«, der mit 5 Oscars ausgezeichnet wurde Weltruhm erlangte. Wer kennt diese Schöne der Alpen, man darf sagen Europas, wohl nicht?

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Salzburg

Salzburg erkunden heißt früh aufstehen und sich Zeit nehmen für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt. Gemütlicher geht es mit der Pferdekutsche, die am Residenzplatz für die Besucher bereit steht.

Zu Zeiten der Römer hieß die Stadt noch »Juvavum«. Die Illyrer gaben der Ansiedlung den Namen, den die Kelten und Römer beibehielten. Der Bedeutung des Namens »Sitz des Himmels-gottes« ist nichts mehr hinzuzufügen. 1997 wurde Salzburg zum Weltkulturerbe erklärt. Von der Romanik bis Barock hat die Bistumsstadt alle Schätze vereint, die Festung Hohensalzburg (1077), eine Residenz, einen prächtigen Dom (erste frühbarocke Kirche nördlich der Alpen, 1614-1628; Tipp: Dom-Museum), das Stift St. Peter (690, malerische Lage des alten Friedhofs St. Peter), ein Schloss (Mirabell in der Neustadt), ein Festspielhaus (ein kleines und ein großes), eine Felsenreitschule, eine Shoppingmeile (Getreidegasse) und vieles mehr… Wie schon geschrieben, nehmen Sie sich viel Zeit für diese einmalig schöne Stadt.

 

Weiterlesen in Richtung Tauern…

Historische Route Salzburg – Tauern: Auf den Spuren der Salz-Säumer

 

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Christa

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