Salzkammergut, eine Zeitreise durch die Vergangenheit

Christa —  5. Oktober 2012 — Kommentieren

Das Salzkammergut bedeutet Begegnung mit einer 7000-jährigen Geschichte einer beieindruckenden Gebirgslandschaft mit Gletscher und eisigen Höhlen, tiefblauen Bergseen – einer Kulturlandschaft, die 1997 als UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde.

Die Salzgewinnung, das weisse Gold von Hallstatt, geht auf die Bronzezeit zurück und bedeutete Reichtum für die Region. 1846 wurde ein Gräberfeld, aus der Zeit 750 – 500 v. Chr. mit kostbaren Grabbei-gaben entdeckt, die diesen Wohlstand belegen. Die kostbaren und einzigartigen Funde der europäischen älteren Eisenzeit, geben dieser Epoche den Namen »Hallstattzeit«.

Länge der Route: Salzburg – Bad Ischl rd. 90 km
Abstecher: Hallstatt und Bad Aussee, ca. 40 km / Mondsee und Attersee ca. 60 km

Salzburg

Salzburg Panorama

Salzburg Panorama vom Mönchsberg

Diese Stadt an der Salzach ist ein großes Museum unter freiem Himmel, ein äußerst lebendiges. Die Stadt ist Musik, von Wolfgang Amadeus Mozart bis zur singenden Trapp-Familie, die durch das Musical und den Film »Sound of Music«, der mit 5 Oscars ausgezeichnet wurde Weltruhm erlangte. Wer kennt diese Schöne der Alpen, man darf sagen Europas, wohl nicht? Salzburg erkunden heißt früh aufstehen und sich Zeit nehmen für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt. Gemütlicher geht es mit der Pferdekutsche, die am Residenzplatz für die Besucher bereit steht.

Zu Zeiten der Römer hieß die Stadt noch »Juvavum«. Die Illyrer gaben der Ansiedlung den Namen, den die Kelten und Römer beibehielten. Der Bedeutung des Namens »Sitz des Himmelsgottes« ist nichts mehr hinzuzufügen. 1997 wurde Salzburg zum Weltkulturerbe erklärt. Von der Romanik bis Barock hat die Bistumsstadt alle Schätze vereint: die Festung Hohensalzburg (1077), eine Residenz, einen prächtigen Dom (erste frühbarocke Kirche nördlich der Alpen, 1614-28; Tipp! Dom-Museum), das Stift St. Peter (690, malerische Lage des alten Friedhofs St. Peter), ein Schloss (Mirabell in der Neustadt), ein Festspielhaus (ein kleines und ein großes), eine Felsenreitschule, eine Shoppingmeile, die Getreidegasse und vieles mehr… Wie schon geschrieben, nehmen Sie sich viel Zeit für diese einmalig schöne Stadt mit diesem unvergesslichen Charme.

Fuschl am See

Fuschlsee mit Blick auf den Schafberg

Fuschlsee mit Blick auf den Schafberg (im Hintergrund)

Um ins Salzkammergut zu gelangen, verlassen Sie Salzburg gen Ost, über Hof bei Salzburg und erreichen den kitschig-romantisch in dichten Fichtenwäldern ruhenden, smaragdgrünen Fuschlsee. Am Westufer erhebt sich auf einer Anhöhe, das Jagdschloss der Salzburger Erzbischöfe aus dem Jahre 1450 (heute ein Hotel). Der See, eine Postkartenidylle im wahrsten Sinne und Ruhe ausstrahlend. Am Ostufer liegt Fuschl, ein kleiner Badeort mit großer Urlaubsvielfalt.
Erwanderbar, am Fuße des Fuschler Hausberges, dem Schober liegt auf einem Felsvorsprung in ca. 1000 Metern Höhe die Burgruine Wartenfels. (Foto: Hotel Ebner’s Waldhof am See, Fuschl)

St. Gilgen

St.Gilgen Wolfgangsee

St.Gilgen, Wolfgangsee

Über den Pöllach von Fuschl kommend, begeistert ein atemberaubender erster Ausblick auf den Wolfgangsee, der selbst bei Schlechtwetterwolken noch bezaubern kann. Der Urlaubsort St. Gilgen überzeugt mit seinen alten malerischen Häusern aus den vergangenen Jahrhunderten. Sehenswert ist das Heimatkundliche Museum im Wetzl- oder Einsiedlerhäusl aus dem Jahre 1655. (Sonderaus-stellung: Glashütte, Spitzenklöppelei). 3 weitere Museen beherbergt St. Gilgen: Musikinstrumente-Museum, Zinkenbacher Malerkolonie, Mozarthaus. Einen Bummel über die lebhafte Promenade am See, sollten Sie nicht vergessen, er gehört einfach zu St. Gilgen.

Nun kann ich Ihnen 3 Wege auf die Nordseite des Sees empfehlen, ins viel besungene St. Wolfgang. Entweder Sie fahren am Südufer über Abersee und Strobl, entlang des 1.521 Meter hohen Zwölferhorns per Auto oder Rad; Sie gehen zu Fuß über das Nordufer (ca. 7,5 km, 2,5 Std.) oder Sie nehmen bequem das Schiff, das Ihnen fantastische Augenblicke auf den unverwechselbaren Schafberg (1.782m)und dem schon nach wenigen Minuten auftauchenden St. Wolfgang bietet.

St. Wolfgang, vielbesungene Legende

Morgenstimmung am Wolfgangsee mit dem Wander- und Skiberg Zwölferhorn

Morgenstimmung am Wolfgangsee mit dem Wander- und Skiberg Zwölferhorn

Die Operettenmelodie des Weissen Rössls, komponiert von Ralph Benatzky verhalf dem idyllisch gelegenen Ort zu Weltruhm. Seine Entstehung verdankt es dem Konflikt zwischen Wolfgang, Bischof von Regensburg (972 – 994) und dem bayerischen Herzog. Wolfgang zog sich in die Einsamkeit des bewaldeten Nordufers als Einsiedler zurück und erbaute ein kleines Kirchlein. Nach seiner Heiligsprechung im Jahre 1052 entwickelte sich St. Wolfgang zu einem der größten Wallfahrtsorte Europas nach Rom, Aachen und Einsiedeln.

Die Kirche wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem künstlerischen Juwel. Beispielhaft der gotische Flügelaltar von Michael Pacher (1481) sowie der prunkvolle Barockaltar von Thomas Schwanthaler (1676) im Mittelteil der Kirche.
1873 fuhr der erste Raddampfer »Kaiser Franz Josef« über den See, die Sommerfrische setzte ein. 1893 wurde  am 1. August nach einigen finanziellen Anlaufschwierigkeiten die Zahnradbahn auf den 1.732 Meter hohen Schafberg eingeweiht. Bis heute fährt die Bahn nicht elektrisch. Die Dampfloks bringen schnaufend die Fahrgäste in einer nostalgischen Fahrt zum Gipfel. Die Fahrt ist ein Erlebnis und die Aussicht am Gipfel atemberaubend. Das Salzkammergut mit seinen in sanften Bergkuppen der nördlichen Ostalpen eingebetteten Seen, liegt dem staunenden Betrachter zu Füßen.
Eine Besonderheit in St. Wolfgang sind die Goldhauben, die an Festtagen beim Kirchgang von den »Bürgerinnen« getragen werden. Einen Besuch wert sind die älteste Lebzelterei und Wachszieherei Wallner Österreichs (1537 gegründet) und selbstverständlich das Weisse Rössl.

Kaiserstadt Bad Ischl

Kaiser Maximilian I. verlieh Ischl im Jahre 1514 das Recht zum Salzhandel, ein Sudhaus wurde gebaut und die Stadt kam zu Wohlstand. Maximilian war es aber nicht, der für das touristische Anhängsel »Kaiserstadt« gesorgt hatte, das kam erst später. Der Wiener Arzt Dr. Franz Wirer empfahl der Erzherzogin Sophie nach sechsjähriger kinderloser Ehe in Ischl kuren zu gehen. Die erfreuliche Folge war die Geburt von vier Buben, genannt die »Salzprinzen«. Das Sole Kurbad war geboren. Der älteste der Prinzen, Kaiser Franz Joseph I. verbrachte hier 60 Jahre lang die Sommerfrische und regierte das Land in den Sommermonaten aus Ischl. Die schöne Monarchin Sisi war nach der Traumhochzeit 1854 an seiner Seite und Stammgast in Ischl. 500 Meter von der Kaiservilla entfernt im Wald, schuf Sissi für sich ein kleines Teehaus, ihr Marmorschlössl (heute Fotomuseum), für den Rückzug vom Hof.

In Ischl trafen sich berühmte Musiker wie Anton Bruckner und Franz Lehár. Lehárs Villa findet man direkt am Traunufer im Stadtzentrum. Ein Muss in Bad Ischl ist der Weg vorbei am ehemaligen Kurhaus (Kongress- und Theaterhaus) zur Kaiservilla und der Besuch des k.u.k. Hofzuckerbäckers Zauner. Das Stammhaus finden Sie in der Pfarrgasse 7 und das Terrassencafe an der Traun kann man mit viel Glück mit einem klassischen Ständchen erleben.
Tipp!  Alljährlich findet das Lehár-Festival von Juli bis September statt.

Kurhaus Bad Ischl

Kurhaus Bad Ischl

Hallstatt -
Weltkultur- und Naturerbe Dachstein

Von der Kaiserstadt aus erreicht man heute über Bad Goisern und einem langen Tunnel das kleine Dorf am gleichnamigen malerischen See, einge-zwängt in die Enge zwischen See und Berg. An manchen Tagen erscheint die Szenerie düster mit den hoch aufragenden Felsen, am knapp 8 km Meter langen See mit einer Breite von etwa 1-2 km. Bis Ende des vergangenen Jahrhunderts war Hallstatt nur über den See oder über einen Saumpfad erreichbar. Überragt wird der See vom Dachstein mit seinem Gletscher. Der höchste Gipfel, der Hohe Dachstein zählt 2.995 Meter über dem Meer. Die 1897 entdeckten riesigen Höhlen aus ewigem Eis sind in den Sommermonaten mit der Seilbahn ab Obertraun und einem kurzen Fußweg von der Schönbergalm gut erreichbar.
Vor rd. 2.500 Jahren wurde in Hallstatt schon Salz zu Tage gefördert. Allerdings weisen Funde, z.B. ein Schuhleistenkeil aus der Jungsteinzeit (Neolithikum) darauf hin, dass das Salz bereits 5000 vor Chr. hier von Bedeutung war. Die Ausgrabungen eines Gräberfeldes auf dem Salzstollen mit nahezu 2000 Gräbern, belegen den Reichtum der Kelten. Kostbarkeiten aus Gold, Bernstein und Schmuckwaffen wurden den Toten im Zeitraum von 800 – 400 vor Chr. mitgegeben und zeugen von einem Handel größeren Ausmaßes. Diese bedeutenden Funde belegen eine einst hohe Kultur und geben dieser Epoche den Namen Hallstattzeit.

Tipps für Besichtigungen

  • Die gotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt im etwas eigenartig anmutenden Ortskern mit den am Berghang »klebenden« Häusern. Im Inneren befinden sich zwei wertvolle Flügelaltär (1450/1515). Im anschließenden Friedhof befindet sich ein weltweit einzigartiges Beinhaus aus dem 16. Jh. Mit über 1.500 teils bemalten und mit Namen beschrifteten Totenschädeln. Ganze Generationen wurden hier vollständig aufbewahrt.
  • 7000 Jahre Geschichte werden im Museum Hallstatt eindrucksvoll dargestellt. Info: www.museum-hallstatt.at
  • Das Salzbergwerk (Salzwelten) mit der Standseilbahn bequem ab Hallstatt zu erreichen, ist eine Expedition ins älteste Salzbergwerk der Welt. Salz konserviert und so vermutet man, dass der »Mann im Salz«, der 1734 gefunden (und beerdigt) wurde, bereits 1000 vor Chr. einem Grubenunglück zum Opfer fiel. (Kombikarten für das Salzbergwerk und Dachsteinhöhlen!)
    • NEU ! Die älteste Holzstiege Europas ist seit 2015 in den Salzwelten Hallstatt zu bewundern – im Bronzezeit-Kino 400 Meter unter Tage. Nach jahrelanger Forschungsarbeit wurde die Treppe auf das Jahr 1344 v. Chr. als Baujahr ermittelt. Info www.salzwelten.at/hallstatt

 

Bad Aussee – Narzissen und der Schatz im Toplitzsee

Geheimnis Toplitzsee

Geheimnis Toplitzsee – hat er einen Goldschatz verborgen?

Das Ausseer Land erreicht man über zwei unspektakuläre Alpenpässe, den Pötschen- und den Koppenpass. Abgeschieden von der Welt besticht diese Landschaft mit einer besonderen Lieblichkeit zwischen der Traun, dem Toten Gebirge und Dachstein. Der Traditionskurort entwickelte sich ebenfalls aus den Salzvorkommen der Region. Besonders empfehlenswert ist das Ausseer Land im Frühling, wenn die Narzissen blühen. Jedes Jahr Ende Mai findet das große Narzissenfest mit einem Autokorso durch den Ort und Bootskorso auf dem Altausseer See oder Grundlsee statt.

Die Gerüchteküche brodelt aber um den Toplitzsee, in dem der Schatz des 3. Reiches versenkt sein soll. Man erreicht den See auch in einer etwa halbstündigen, sehr schönen Wanderung ab dem Grundlsee. In den letzten Apriltagen des Jahres 1945 wurden zwei LKWs und schwer beladene Fischerboote von den Anwohnern beobachtet sowie SS-Männer, die mit leeren Booten zurückkamen. Bei den Nachforschungen entdeckte man eine biologische Sensation.
Im über 100 Meter tiefen See wurden unbekannte Bakterien und Würmer entdeckt, die ohne Sauerstoff in der salzhaltigen Tiefenschicht überleben. Der ganze Rummel um die Schatzsuche im See und dem Meeresbiologen Dr. Fricke, der mit einem kleinen U-Boot in die Tiefe tauchte, animierte eine Stammtischrunde, den Forschern einen Streich zu spielen. Ganze 35 Millionen Schillinge kostete die Bergung einer »Schatzkiste« mit verrosteten Bierkapseln, 1984 im See versenkt. Das Geheimnis rund um den Toplitzsee kann man in der Fischerhütte am See schmunzelnd nachvollziehen. Mit einer Plätte empfiehlt es sich ans andere Ende des in Fels gerahmten Sees zu fahren, zu einer kurzen Wanderung (ca. 10 Minuten) hinauf zum malerischen Kammersee, eine Idylle der Ruhe.

Mondsee und die Mondsee-Kultur

Ehemalige Klosterkirche Pfarrkirche St. Michael

Ehemalige Klosterkirche, Pfarrkirche St. Michael

Die Geschichte des Mondsees führt uns wieder zurück in die Jungsteinzeit (2500 – 1800 v.Chr.), was Funde wie Töpfereien und Werkzeuge aus Stein belegen. Reiche Pfahlbaufunde prägten den Namen »Mondsee-Kultur«, die im Pfahlbaumuseum des ehemaligen Klosters nebst sakralen und profanen Exponaten ausgestellt sind. Im Museum befindet sich auch der »Einbaum« vom Mondsee. Auch Römer siedelten hier am See, der mit einer Straße ins römische Juvavum (Salzburg) verbunden war.
Ab 600 besiedelten die Bajuwaren (Bayern) das Seenland. Das Kloster Mondsee gestiftet vom bayerischen Herzog Odilo II. (748) zählt nach St. Peter in Salzburg zu den ältesten Klostergründungen und gehörte zum Hochstift Regensburg. 1791 wurde das Kloster von Kaiser Leopold II. aufgehoben. 1810 erhielt der bayerische Feldmarschall das aufgelassene Kloster als Schloss. Beachtenswert ist die ehemalige Klosterkirche, Pfarrkirche St. Michael. Die spätgotische Kirche mit der barocken Doppelturmfassade und der prunkvollen barocken Innenausstattung (Bildhauer Meinrad Guggenbichler, der aus Mondsee stammte) weist eine imposante Größe von 70 m Länge, 34 m Breite und 22 m Höhe auf.
Was ist noch sehenswert in Mondsee? Das Freilichtmuseum »Mondsee-Rauchhaus«, mit bäuerlicher Kultur im Südosten der Pfarrkirche.

Der Attersee

Unterach Kleinvenedig Attersee

Malerische Ortschaften mit prächtigen Villen der einstigen Sommerfrische des zwanzigsten Jahrhunderts prägen das schmucke Bild rund um den Attersee. Damals suchten Künstler und Industrielle Inspiration und Erholung am Attersee. Der Attersee hat viele Gesichter. Der Seewalcher Norden ist weit und flach auslaufend. Der Süden hingegen bei Unterach ist steil und von imposanten Bergmassiven wie das Höllengebirge oder den, gemütlich mit einer alten Zahnradbahn zu erreichenden Schafberggipfel umrahmt. Hier im Süden war auch der Maler Gustav Klimt Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts immer gerne zur Sommerfrische. Sein Forsthaus, das er auf so manchem seiner Gemälde blumenumrankt dargestellt hat, findet man gleich am Eingang ins Weißenbachtal, das hinüber nach Bad Ischl führt. Die meisten seiner Landschaftsgemälde entstanden hier am malerischen Attersee. Mit dem Blick durchs Fernrohr hat er das hübsche Unterach am gegenüberliegenden Westufer, auch Kleinvenedig genannt, auf der Leinwand für die Nachwelt festgehalten. Die Gemälde des Wiener Jugendstilmalers sowie seine Lebensgeschichte zeigt der »Klimt-Themenweg« rund um den See auf.

Bei einem Spaziergang über die Seewalcher Promenade, direkt am Schloss Kammer, einer der Lieblingsorte des großen Malers, bekommt man einen ersten guten Einblick in sein Lebenswerk.  Nur wenige Kilometer vom Forsthaus des Malers entfernt, bei Steinbach am Fuße des Höllengebirges hat sich der Komponist Gustav Mahler niedergelassen. In aller Ruhe wollte er sich der Musik widmen. Dazu ließ er sich ein kleines, nur wenige Quadratmeter großes Komponierhäusl unmittelbar am See erbauen. Die drei Fenster des kleinen Häuschens waren auf den gesamten See ausgerichtet. In dieser Idylle, mit einer herrlichen Aussicht, schuf der Komponist seine zweite und dritte Symphonie.
Sehenswert, die Pfarr- und Wallfahrtskirche Maria Attersee, im gleichnamigen Ort. Ehemals Burgkapelle der Burg des Salzburger Erzbischofs im 13. Jahrhundert. Einen Besuch wert ist die spätgotische Laurentiuskirche im Ortsteil Abtsdorf. Der Hochaltar wurde um 1700 von Meinrad Guggenbichler aus Mondsee geschaffen. Im 9. Jahrhundert war Attersee Kaiserpfalz.

Gmunden am Traunsee

Der einstige Salzhandel prägte die heutige Kurstadt, die zur Wende zum 20. Jahrhunderts die europäische Adelselite zur Sommerfrische beherbergte. Schlösser und Villen zeugen rund um den See von der mondänen Vergangenheit.
Einladend sind die Seepromenade mit Schiffsanlegestelle und der Rathausplatz mit seinem schmucken Renaissance-Rathaus mit Keramikglockenspiel aus der Gmundner Keramik-Manufaktur, die zurückgeht auf die alte Hafnerzunft im 17. Jahrhundert.
Eine geschnitzte Gruppe der Hl. Drei Könige von Thomas Schwanthaler (1678) befindet sich in der barockisierten Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Im Stadtmuseum im ehemaligen Kammerhof aus dem 15. Jahrhundert wird die Vergangenheit Gmundens bis zurück in seine Vergangenheit als Salzumschlageplatz anschaulich dokumentiert. Der Gmundner Jahrtausendweg zeigt die Erd- und Kulturgeschichte der vergangenen 20.000 Jahre im Traunseegebiet.
Süße Schleckermäuler sollten sich ein Pause in der Konditorei Grellinger (älteste der Stadt) gönnen. Die Köstlichkeiten sind so einmalig, wie das Gästebuch dick gefüllt, zurückgehend bis in die k.u.k. Monarchie.
Das Land- und Seeschloss Ort auf einer Halbinsel im See gelegen, erreicht man über einen Holzsteg. Bei einem Schlossrundgang findet man aber nicht die schmucken Räume des TV-Serien-Hotels, sondern furchteinflössende Kerker…
Die österreichische Dampfschifffahrt begann hier am Traunsee. Der Raddampfer »Gisela«, Baujahr 1871, wurde nach der Tochter des Kaiserpaares Sisi und Franz benannt. Er geht auch heute noch auf große Seefahrt, ab Gmunden Rathausplatz. Nicht erschrecken, wenn Sie durch die Gmundner Gassen bummeln, hier fährt seit 1894 auch eine Straßenbahn durch.

 

Unser Tipp für eine gute Nacht und mehr…

 

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Christa

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