Historischer Streifzug vom Werdenfelser Land ins Blaue Land

Christa —  26. Juni 2014 — Kommentieren

2. Teil von Garmisch-Partenkirchen durch das Ammergebirge, Schloss Linderhof und weiter ins Blaue Land

Schloss Linderhof im Graswangtal bei Oberammergau © SST

Schloss Linderhof im Graswangtal bei Oberammergau © SST

Teil 1 von Benediktbeuern nach Mittenwald im Werdenfelser Land

Es empfiehlt sich Mittenwald in Richtung Garmisch-Partenkirchen nicht auf der viel befahrenen B11 zu verlassen sondern auf der ST2542 am Schmalensee vorbei, der inmitten einer fast schon kitschig wirkenden oberbayerischen Postkarten-Landschaft mit Buckelwiesen und Heuschobern liegt – pure Oberbayern-Idylle! Ab Klais geht es dann auf der B2 in Richtung Garmisch-Partenkirchen weiter.

Auf dieser Strecke zeigen sich linkerhand die Spitzen der Alpspitz (2628 m), der Zugspitz (2996 m) und dem Waxnstoa, wie man als Einheimischer sagt. Gemeint ist die Felsenpyramide des 2276 m hohen Waxensteins, der sich aber als Felsenkamm entpuppt und nebst den anderen Fast-Dreitausendern zum Wahrzeichen von Garmisch wurde.

Die Alpspitze, Zugspitze und der Waxenstein auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen

Die Alpspitze, Zugspitze und der Waxenstein auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen

Partenkirchen

Im älteren und schon zu römischen Zeiten als Grenzübergang zu Tirol besiedelten Partenkirchen, damals Partanum, möchte ich Ihnen gerne eine kleine und äußerst lohnende Wanderung schmackhaft machen. Das im steilen Bergwald des Wankberges versteckte Wallfahrtskircherl St. Anton (Franziskanerkloster), lädt zu einer kurzen Wanderung (etwa 30 Minuten) über den Kreuzweg ab der Brunnhäuslgasse ein. Die beeindruckende Barockkirche muss man einfach gesehen haben.

Franziskaner Kloster St. Anton im steilen Bergwald über Partenkirchen

Franziskaner Kloster St. Anton im steilen Bergwald über Partenkirchen

Die Erweiterung der einstigen Kapelle wurde von Joseph Schmuzer (Baumeister der Mittenwalder Kirche) im Jahr 1736 durchgeführt, ebenso die Stuckaturen im Innenraum. In der Kirche befindet sich das einzig erhalten gebliebene Deckengemälde des Südtiroler Malers Johann Ev. Holzer (1709-1740), der jung an Jahren an Typhus verstorben ist und mit seiner bombastischen ausdrucksvollen Malerei das Kircherl zum Kleinod erhebt. Ein Deckengemälde, das seinesgleichen sucht und den Besuch der Kirche unvergesslich macht. Dieses Fresco muss man einfach bestaunt haben, wenn man sich für die Kunst des 18. Jh. interessiert. Holzer ist ein schon frühvollendetes Malergenie, wie Ernst Wolfgang Mick in einer Biographie über den Maler schreibt (Verlag Schnell & Steiner), allerdings sehr lange verkannt und von Intrigen umgeben, die beispielsweise die Ausmalung der Würzburger Residenz verhinderten. Sein Mentor war der Direktor der Augsburger Malschule Johann Georg Bergmüller.

Beseelt von diesem Kirchenbesuch und zurück in Partenkirchen, kann man auf der Ludwigsstraße wieder in das „Heute“ eintauchen, eingerahmt von purer Oberbayern-Romantik mit dem Werdenfelser Heimatmuseum aus dem 15. Jh., daneben der Gasthof Rassen mit prächtiger Lüftlmalerei und dem Alten Haus, ein historischer Holzbau in der Ludwigstr. 8, der die Großbrände des 19. Jh. überstanden hat.

Garmisch

Garmisch, 790 n. Chr. urkundlich bezeugt, ist im Laufe der Zeit an Partenkirchen heran gewachsen und so wurden die beiden Orte 1935 kurzerhand zusammengeschlossen. Garmisch-Partenkirchen ist heute der bekannteste Erholungsort Bayerns, nicht zuletzt der Olympischen Spiele wegen im Jahr 1936. Das lebhafte Garmisch mit Zugspitzbahn, Olympiastadion und Casino ist Magnet für Viele im Sommer wie im Winter und regelmäßiger Schauplatz des internationalen Wintersports.

Die Zugspitze (2963 m) ist das Zentrum der Garmischer Bergwelt. Allerdings muss das Bergmassiv mit den Tiroler Nachbarn geteilt werden. Die Landesgrenze verläuft zwischen dem West- und Ostgipfel, wobei der höhere Ostgipfel und der Zugspitzgletscher sich auf der bayerischen Seite befinden. Auf die Zugspitze führt von der Garmischer Seite aus eine moderne Seilbahn ab Eibsee. Wer es nicht ganz so pressant hat, der kann die knapp dreitausend Meter hohe Zugspitze mit der Zahnradbahn und Gletscherbahn erklimmen. Die Zahnradbahn ab Garmisch-Bahnhof in der Ortsmitte wurde um 1930 dem Berg und Fels abgerungen. Fast fünf Kilometer fährt die Bahn im oberen Drittel durch einen Tunnel bis kurz unter den Gipfel. Um einiges älter ist dagegen die älteteste Zahnradbahn Deutschlands hinauf auf den Wendelstein, die das hundertjährige Bestehen bereits hinter sich gebracht hat. Dies nur so am Rande.

Weitere Bahnen aus dem Garmischer Tal hinauf in die Höhen sind die Kreuzeckbahn, Alpspitzbahn und gegenüber in Partenkirchen die Wankbahn, die Aussichtshungrige auf den 1780 Meter hohen Wank bringt. Ein Aussichtsberg mit fantastischem Blick auf das Karwendel- und Wetterstein-Gebirge, dem Garmisch-Partenkirchen zu Füssen liegt. Wer sich zu Fuß die Aussicht “erarbeiten” will, nutzt den Parkplatz der Wankbahn und begibt sich auf die leichte Bergwanderung von fast drei Stunden ohne Rückweg und Schauen eingerechnet.

Garmisch, Lüftlmalerei am Kurpark

Garmisch, Lüftlmalerei am Kurpark

Zu einem historischen Rundgang durch den Ort, gehören die beiden Martinskirchen, die alte und die neue. Die neue barocke Pfarrkirche mit Zwiebelhaube in der Nähe des Marienplatzes, wurde zwischen 1730 bis 1734 von den bewährten Meistern Joseph Schmuzer und Matthäus Günther (siehe Mittenwald) geschaffen.

Marienplatz in Garmisch

Marienplatz in Garmisch

Die Alte Kirche St. Martin in der Pfarrhausgasse, ist ein unscheinbarer romanisch-gotischer Bau mit hohem Spitzhelm-Turm. In seinem Inneren jedoch verbirgt sich eine wahre Schatzgrube gotischer Wandmalereien. Malereien, die man erst 1877 im Chorraum entdeckte, als die Kirche abgerissen werden sollte. Die Alte Kirche, wurde damals als Heustadel genutzt oder sollte man besser missbraucht sagen. Nach und nach wurden die wertvollen Fresken freigelegt. Der hl. Martin aus der zweiten Hälfte des 14. Jh. blieb erhalten und gehört zu den ältesten Malereien der Kirche, wie der sieben Meter hohe Christopherus (um 1330) an der Nordwestseite des Langhauses. Die Kirche wurde bis 2000 komplett renoviert und ist ein Höhepunkt jedes Garmisch Besuches. Die Garmischer Wandgemälde gehören zu den bedeutendsten mittelalterlichen Gemälden und sind mit den Fresken von Urschalling am Chiemsee und der Streichenkapelle bei Schleching im Chiemgau vergleichbar. Mehr zu diesem Kleinod “Alte Martinskirche” ist auf der Internetseite des Bistums München-Freising zu finden.

Ein weiteres historisches Denkmal befindet sich unmittelbar in der Nähe der Alten Kirche, in der Fürstenstraße 25. Dieses Haus an dessen Lüftlmalerei auch Franz Zwinck aus Oberammergau mitgewirkt hat, war ebenfalls ein in jüngster Vergangenheit missachteter Juwel. Das Husarenhaus sollte 1974 abgerissen werden, was in letzter Minute durch den Denkmalschutz verhindert werden konnte. Das Haus beherbergt heute das Restaurant Husar, das zu den feinsten Adressen von Garmisch zählt und im Guide Michelin und vielen anderen Restaurant-Führern und Feinschmecker-Magazinen gelistet ist.

Von Garmisch ist es ein kurzer Sprung in Richtung Farchant vorbei an der Burg Werdenfels westlich von Burgrain (Burglehrpfad, 3,5 km – eine leichte Wanderung auch für Kinder interessant), die der Region ihren Namen verliehen hat, deren Ruinenüberrest aber im Verkehrsstrom und Tunnelführung der heutigen Zeit nicht mehr auszumachen ist. Bei Oberau folgt man den Wegweisern ins Hochtal des Ammergebirges, die da Ettal, Oberammergau und Schloss Linderhof verheißen. (Infos: www.gapa.de)

Ettal

Kloster Ettal

Kloster Ettal

Mein nächster Halt auf diesem historischen Streifzug ist das Benediktinerkloster Ettal im Ammergebirge, von Kaiser Ludwig IV. dem Bayern im Jahr 1330 gegründet. Die Klosterkirche mit der großen Kuppel ist heute ein barocker Bau mit Rokoko-Einflüssen, der nach einem Brand (1744) und verbliebenen gotischen Elementen nach den Plänen Enrico Zuccallis (1643-1724) durch Joseph Schmuzer wieder aufgebaut wurde. Dabei wurde die große Kuppel aus Zuccallis Plänen verwirklicht. Jakob Zeiller fertigte um 1750 das gewaltige Kuppelfresco. Das Innere des Rundbaus wirkt hell und freundlich, die Stuckaturen wurden von Schmuzer und seinem Schwiegersohn, dem Wessobrunner Johann Georg Übelherr geschaffen. Der Hochaltar wurde nach Entwürfen von Ignaz Günther und die Seitenaltäre von Johann Baptist Straub geschaffen. Johann Baptist Zimmermann gestaltete die verspielte, auf Säulen stehende Orgelempore über dem Haupteingang. Mit der Säkularisation 1803 wurde das Kloster aufgehoben und wechselte bis zur wiedererlangten Selbstständigkeit 1907 mehrmals die Eigentümer. Ettal ist ein Klosterdorf und sicher werden auch Sie Ettal nicht verlassen ohne den berühmten Klosterlikör gekostet und im Reisegepäck für den Schluck „Reiseerinnerungen“ Zuhause verstaut zu haben. Link zum Kloster >

 

Schloss Linderhof im Graswangtal

Schloss Linderhof

Schloss Linderhof im Graswangtal bei Oberammergau

Kurz hinter Ettal zweigt die Straße ins Graswangtal und Reutte in Tirol ab. Ein lohnender Abstecher, der allerdings viel Zeit in Anspruch nimmt, den das Märchenschloss Linderhof von König Ludwig sollte man unbedingt besichtigen, wurde hier doch das erste Elektrizitätswerk Bayerns in Betrieb genommen. Mehr zum Schloss und dem Visionär König Ludwig.

 

Oberammergau

Das Lüftlmalereck in Oberammergau

Das Lüftlmalereck in Oberammergau

Die Wanderung von Linderhof nach Oberammergau dauert rund drei Stunden. Mit dem Auto empfehle ich Ihnen gleich das Lüftlmalereck ins Navi einzugeben, das Sie direkt an die reich ausgestattete Rokokokirche Peter und Paul und die berühmten Häuser des Lüftlmalers Franz Seraph Zwinck navigiert, der hier in Oberammergau zuhause war.

Neben der Kirche befindet sich das Forstamt mit seiner langen Geschichte auch als Ettaler Richterhaus. Ettal hatte bis zur Säkularisation 1803 die Gerichtsbarkeit. Dieses in sich geschlossene Kunstwerk “Lüftlmalereck” der oberbayerischen Fassadenmalerei zeigt auf engstem Raum die Schaffenskraft des Künstlers Franz Seraph Zwinck (1748-1792) der nachhaltig das Gesicht Oberammergaus und sogar Oberbayerns geprägt hat. Goethe soll einmal gesagt haben, dass Oberammergau ein lebendiges Bilderbuch sei. Nun, ganz so unrecht hatte er damit nicht.

Zwincks absolutes Meisterwerk steht einige hundert Meter weiter. Das Pilatushaus aus dem Jahre 1784 mitten im Zentrum des Passions- und Holzschnitzer-Ortes.

Oberammergau, das Pilatushaus aus dem Jahre 1784

Oberammergau, das Pilatushaus aus dem Jahre 1784 – im Hintergrund der Kletterberg Kofel (1342 m)

 

Oberammergau - Gartenseite Pilatushaus

Oberammergau – Gartenseite Pilatushaus

Diese wunderschöne Seite aus Goethes Bilderbuch sollte Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts abgerissen werden. Ja, so war es und man kann es schier nicht fassen. Zum Glück kam ein starker Gegenwind, der es unter Mithilfe der Medien geschafft hatte, dieses Haus zu erhalten – Heute ist es DAS Schmuckstück im Ort. Das Pilatushaus, das seinen Namen von der Lüftlmalerei an der Gartenfront erhalten hat – Jesus steht vor seinem Richter Pilatus – beherbergt eine lebende Werkstatt traditioneller Handwerkskunst. Ein Oberammergauer Holzschnitzer lässt sich über die Schulter schauen, ein Handwerk, das Oberammergau zu Weltruhm verhalf und seinen Ursprung bereits im 16. Jh. erlebte.

Die Pest im 17. Jh. war Ursprung für einen weiteren Weltruhm. Die Passion, die alle 10 Jahre im Passionsspielhaus aufgeführt wird und die Männer des Ortes schon Jahre davor veranlasst, ihre Haare und Bärte wuchern zu lassen. Weitere Informationen unter www.oberammergau.de.

Oberammergau lockt seine Besucher mit hübschen Ortsansichten

Oberammergau lockt seine Besucher mit hübschen Ortsansichten

Zum historischen Abschluss Oberammergaus gehört die Pfarrkirche Peter und Paul – ein Rokokojuwel. Wer könnte wohl für den Neubau 1736-1742 in Frage kommen? Richtig, hier betreten wir wieder eine Joseph Schmuzer Kirche aus der Wessobrunner Schule. Sein Sohn Franz Xaver übernahm bereits Stuckarbeiten im Innenraum. Das Bild im Hochaltar malte, der uns im Laufe dieser Route schon bekannte Matthäus Günther. Die Figuren der Kirchenausstattung wurden von Franz Xaver Schmädl aus Weilheim gefertigt. Schmädls Figuren bestechen hier in Oberammergau wie schon in der nahen Rottenbucher Kirche. Johann Joseph Zwinck, der Vater des Lüftlmalers Franz Seraph Zwinck hat mit diversen Bildern am Gesamtkunstwerk der beeindruckenden Kirche mitgewirkt.

Oberammergau ist immer wieder schön zu erleben, ein oberbayerisches Bilderbuch. Mit dem Verlassen des Ortes in nördlicher Richtung, verlässt man das Ammergebirge. Der Streifzug führt weiter in Richtung Saulgrub und über Bad Kohlgrub nach Murnau am Staffelsee.

Der Relais und Alpen Tipp!

Von Saulgrub können Sie in die „Königliche Rokoko-Route von Füssen bis zum Starnberger See“ wechseln. Eine Route der Märchenschlösser, Rokoko-Kirchen und schmucken Zwiebeltürmen. Die ersten Ziele der Route auf die Sie treffen, wären die Wieskirche in Richtung Steingaden und Rottenbuch mit der für mich bezauberndsten Kirche dieser Region.

 

Murnau am Staffelsee, mitten im „Blauen Land“

Mit vielen Relais und Alpen Kultur & Natur Tipps…

Murnau zählte im Mittelalter zu den wichtigsten Handelsorten zwischen Verona und Augsburg, war Gerichtsort des Ettaler Klosters und viel später, Anfang des 20. Jahrhunderts Zentrum der Künstler, die international große Anerkennung und Bedeutung erlangten. Franz Marc nannte diese Region das Blaue Land. Dies ist bis heute, 100 Jahre später immer noch im Sprachgebrauch der Menschen sowie in der Tourismuswerbung verankert.

 

Murnau - Fußgängerzone mit Mariensäule

Murnau – Fußgängerzone mit Mariensäule

Murnau ist die Stadt der Künstler, des Blauen Reiters geworden. Die Spuren der Kunst können im, mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichneten Schlossmuseum (www.schlossmuseum-murnau.de) wahrgenommen werden. Hier sind international anerkannte Werke aus Kunst und Literatur zu finden, wie die Werke der Großen, die Murnau prägten – Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc (siehe 1. Teil, das Franz Marc Museum in Kochel), August Macke und viele mehr.

Mich hat das Münter Haus im Bann, das im August 1909 von Gabriele Münter erworben wurde. Sie nutzte das Haus bis 1914 mit dem Moskauer Maler Wassily Kandinsky für die Zeit der Sommerfrische, was diesem einfachen aber doch anziehenden Landhaus den Beinamen „Russenhaus“ bescherte. Sie selbst lebte hier mit einigen Unterbrechungen bis zu ihrem Tod 1962. Wenn man durch die Museumsräume streift, die von Kandinsky 1910 bemalte Treppe mit den aufwärts strebenden bunten Reitern bestaunt, die teils ländlich bemalten Möbel, die Wandmalerei im Schlafzimmer betrachtet, da fühlt man sich ein Jahrhundert zurückversetzt, so als könnte gleich die Tür aufgehen… Der Almanach „Der Blaue Reiter“ wurde hier von Kandinsky und Marc, der zu der Zeit im nahen Sindelsdorf lebte und mit dem Radl ins Münter-Haus gekommen sein soll, ins Leben gerufen. Das Haus wurde zum viel besuchten Zentrum der zahlreichen Künstlerfreunde, die damals argwöhnisch von den Einheimischen beobachtet wurden. Eine schöne Geschichte, die zum Eintauchen verführt. Ausführliche Informationen unter www.muenter-stiftung.de oder über die Publikationen von Annegret Hoberg und Helmut Friedel. Das Münter-Haus ist täglich außer Montag von 14 – 17 Uhr geöffnet.

Das neugotische Rathaus von Murnau

Das neugotische Rathaus von Murnau

Bei einem Rundgang durch den Ort, fällt am Untermarkt in der Nähe der Mariensäule das neugotische Rathaus mit der großen Fassadenmalerei besonders auf. Vom Untermarkt erreicht man über die Schlossbergstraße in wenigen Minuten das Schloss Murnau (Museum!), das mit seinem hohen Zinnengiebel nicht zu übersehen ist. Vom 14. Jahrhundert bis zum Säkularisationsjahr 1803 war das Schloss Gerichtssitz des Klosters Ettal. In der Pfarrkirche St. Nikolaus (1717-1727) stoßen Sie auf Werke heimischer Künstler wie Johann Baptist Zimmermann aus Wessobrunn, Balthasar Zwinck aus Uffing, Hans Georg Asam, Franz Xaver Schmädl aus Weilheim.

In unmittelbarer Nähe von Murnau liegt Ohlstadt, abseits vom Trubel. Hier hat sich der in München lebende Maler Friedrich August Kaulbach (Sohn von Friedrich Kaulbach) Ende des 19. Jahrhunderts eine Villa für die Sommermonate gebaut. Die Kaulbach-Villa ist von April bis Oktober mittwochs und samstags 16-18 Uhr geöffnet.

 

Murnau ist auch ein Seenland

Blick auf den Staffelsee im Blauen Land

Blick auf den Staffelsee im Blauen Land

Murnau bietet neben den hochwertigen Kunstgalerien eine wunderschöne Landschaft mit drei Badeseen. Da wäre der Staffelsee mit einem Seerundweg von 22 km, der Riegsee mit bezauberndem Bergpanorama bis hin zur Zugspitze mit einem Rundweg von 8 km und der kleine Froschhauser See am Riegsee-Rundweg, der mit der hübschen Leonhardskirche im Ortszentrum von Froschhausen aufwarten kann. Alljährlich findet am Leonharditag, 6. November die traditionelle Pferdewallfahrt statt.

Riegsee bei Murnau mit Zugspitzblick

Riegsee bei Murnau mit Zugspitzblick

Auf dem knapp acht Quadratkilometer großen Staffelsee kreuzt die „MS Seehausen“ zwischen April und Oktober. Eine Rundfahrt dauert etwa 80 Minuten. Angefahren werden nebst den Orten Uffing, Seehausen und Murnau, auch die Insel Wörth mit Inselkapelle (nur auf Vorbestellung) und die idyllische Camping-Insel Buchau, die für Autos, Hunde und Katzen gesperrt ist. Ausführliche Informationen zu allen Themen finden Sie unter: www.dasblaueland.de

Das Blaue Land und das Werdenfelser Land sind immer eine Reise wert. Sei es ein Orgelkonzert in Schlehdorf, die Galerien, die fantastischen Kirchenbauten und Lüftlmalereien… die Berge, die oberbayerische Sturheit die fast alles “Neumodische” verhindert, vielleicht weil man aus der Vergangenheit gelernt hat, dass man nicht alles abreißen lassen oder verbauen muss. Dieser Mix aus Kultur, Tradition & Natur überzeugt – typisch oberbayerisches Voralpenland eben… “Mia san mia”

 

Mehr aus der Region erfahren Sie gleich hier bei uns

1. Tei. des Historischen Streifzuges von Benediktbeuern bis Mittenwald im Werdenfelser Land

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Christa

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