Das Tiroler Inntal

Christa —  12. Oktober 2012 — Kommentieren

Entlang der Via Claudia Augusta von Nauders (Reschenpass) bis Imst und weiter dem Inn folgend bis Kufstein.

Ein Streifzug durch viele Jahrhunderte. Erste Spuren stammen aus der Hallstattzeit, das 7. und 6. Jahrhundert vor Christus. Um 15 v.Chr. kamen die Römer auf ihrem Alpenfeldzug. Sie nutzten den einst wichtigsten Weg von Süd nach Nord (und zurück) zwischen Reschen- und Fernpass. Eine bewegende Geschichte unserer Vorfahren. Folgen Sie der Via Claudia Augusta aus Südtirol kommend von Süd nach Nord, wie einst der Heerführer Nero Claudius Drusus, Stiefsohn des Kaisers Augustus.

Länge der Route: rd. 190 km
Abstecher: Kaunertal (ca. 35 km), Achensee (ca. 19 km), Kaisertal ein unvergessliches Wandererlebnis

Nauders am Reschenpass

Schloss Nauders 800

Das Ortsbild ist geprägt von Schloss Naudersberg, einer Gerichtsburg aus den 13. – 16. Jahrhundert. Nauders, einst Station an der alten Römerstraße, der Via Claudia Augusta, mit dem römischen Ortsname „Inutrium“ (150 n.Chr. erstmals erwähnt) wurde 1150 urkundlich als „Nudres“ erwähnt. Der Ort besticht mit rätoromanischen Häusern mit Freitreppen, Tordurchfahrten , Erkern und geschaffelten Brunnen an den Dorfplätzen. Sehenswert ist die Pfarrkirche St. Valentin mit gotischem Spitzturm, Michaelsaltar (schwäbischer Meister um 1515) sowie dem klassizistischen Hochaltar. In der kleinen südöstlich von Schloss Naudersberg gelegenen romanischen St. Leonhardskapelle wurde unter der gotischen Ausmalung, ein romanischer Freskenzyklus entdeckt (1210) der überregionale Bedeutung fand. In der Apsis befinden sich die meisten Wandmalereien, darunter „Christus in der Mandorla“.

Festung Nauders

FestungNauders 800

Direkt am Reschenpass befindet sich die Festung Nauders. Der Festungsbau wurde zwischen 1836 bis 1840 von der k.u.k. Monarchie als Straßensperre in den Fels gebaut. An diesem Engpass konnte der Nord-Süd Weg leicht kontrolliert und verteidigt werden. Das Museum kann nur in den Sommermonaten besichtigt werden. Innabwärts erreicht man die alte Zollfeste Altfinstermünz.

Festung Altfinstermünz

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Eine der bedeutendsten Zollstationen Tirols seit der Antike, liegt wildromantisch in einer Schlucht am noch jungen quirligen Inn, gleich unterhalb der Reschenstraße. Bereits um 45 n. Chr. wurde hier im Bereich von Finstermünz an der Via Claudia Augusta der Inn mit einer Brücke überwunden. Seit römischer Zeit bis 1854 war die Zollstätte eine der wichtigsten Station über die Alpen zwischen Nord und Süd. Zur Festungsanlage gehören ein Brückenturm (ehemals Zugbrücke), das Sigmundseck (1473 von Erzherzog Sigmund der Münzreiche als Zollfestung errichtet), eine mittelalterliche Höhlenburg, der Klausenturm (1502-1537 errichtet) und die Kapelle Mariä Himmelfahrt (1603 von Erzherzog Maximilian III. dem Deutschmeister in Auftrag gegeben). Der Verein Altfinstermünz hat eine mittelalterliche Erlebniswelt geschaffen, Führungen: Juni bis September, Dienstag 10 Uhr – 14 Uhr.

Altfinstermünz muss man sich ab der Kajetansbrücke bei Pfunds auf der alten Römerstraße Via Claudia Augusta oder ab Nauders erwandern. Ein kurzer aber steiler Waldpfad führt von der Straße zwischen Martina und der Kajetansbrücke am linken Innufer bei Vinadi kurz vor der Abzweigung Samnaun (kleiner Parkplatz) in ca. 10 Min. zur Festung hinunter.

Finsterm nz b800

Dem Inn folgend möchte ich nicht unerwähnt lassen…

Pfunds. Im 1282 erstmals urkundlich erwähnten Dorf stehen bemerkenswerte Mittelflurhäuser mit schmucken Fassaden und Treppenaufgängen im Engadiner Stil. In einem im 14. Jh. erbauten Bauernhaus zeugt das Museum Pfunds von der bäuerlichen Arbeits- und Wohnkultur zum Teil im Originalzustand. Sehenswert: Spätgotische Liebfrauenkirche mit Schnitzaltar aus dem Jahr 1513.

Tösens. Sehenswert, die alte Steinbogenbrücke aus dem Mittelalter, genannt „Römerbrücke“ und die Pfarrkirche Hl. Laurentius, 1713. Oberhalb des Ortes in Richtung Serfaus steht das romanische Kirchlein St. Georg, das im 15. Jahrhundert gotisch erweitert und vollständig ausgemalt wurde.

Prutz – Abstecher ins Kaunertal
Nach etwa 5 km in Kaltenbrunn befindet sich die meistbesuchte Wallfahrtskirche des Tiroler Oberlandes, Maria Himmelfahrt. Hinter Feichten beginnt die 26 km lange Gletscherstraße, die am Gepatsch-Stausee (6 km Länge) vorbei bis auf 2.750 m hoch führt. (Maut). Der Gepatsch-Ferner ist der zweitgrößte Gletscher der Ostalpen nach dem Pasterzen-Gletscher, Großglockner. Mit der Sesselbahn geht es weiter auf 3.000 m.
Herrlicher Ausblick über das Dreiländereck.

Fliess, 1.023 m
Zentrum der Via Claudia Augusta

Etwa fünf Kilometer von Prutz in Richtung Landeck stößt man auf ein Hinweisschild – Archäologisches Museum Fliess und Dokumentationszentrum Via Claudia Augusta. Sie sollten diesem Hinweis folgen und die kurvenreiche Bergstrecke auf sich nehmen. Es erwartet Sie eine lohnenswerte Dokumentation der Vorzeit.
Das Archäologisches Museum Fliess befindet sich gleich neben der alten Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die Spuren aus einer bajuwarischen Besiedelung um 530 – 620 n.Chr. aufweist. Das Museum wurde im Alten Widum, dem ältesten Gebäude des Ortes 1994 eröffnet.

Die Besiedelung des Ortes an der Südterrasse des Venet geht aber auf die frühe Bronzezeit zurück, belegt durch Keramik- und Feuersteinfunde sowie durch Schalensteine (an der Philomenenkapelle). Oberhalb von Fliess, auf der Piller Höhe, kann ein bronzezeitlich-eisenzeitlicher Brandopferplatz mit Aschehügel und Steinaltar besichtigt werden. Der Opferplatz wurde auch noch in römischer Zeit als Kultplatz genutzt. Im Dorf wurde 1990 ein hallstattzeitlicher Bronzehort entdeckt.
Im Museum befindet sich der mittelbronzezeitliche Opferschatz vom Piller (älteste Exponate im Museum), der mit 300 Fundstücken zu den bedeutendsten Depotfunden aus der Bronzezeit zählt. Die ältesten Fundstücke stammen aus den Jahren um 1650 v. Chr., die jüngsten aus der Zeit um 1300 v.Chr. Zu den Funden gehören Waffen, Schmuck, Trachtenbestandteile, Gürtelbleche, Votivbleche und Keramiken, die alle im Museum Fliess ausgestellt sind. Die Fundstücke sind bestens erhalten. Das Fragment eines Kammhelmes, der als ältester Helm Europas angesehen werden kann, gilt als Sensation. Der hallstattzeitliche Bronzehort von Fliess, 7./6. Jh. v.Chr. ist mit seinen 385 Gegenständen ein weiterer Höhepunkt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 – 12 und 15 – 17 Uhr (Mai – Oktober)

Im Dokumentationszentrum der Via Claudia Augusta (im Untergeschoss des neuen Dorfzentrums gegenüber der Pfarrkirche und Archäologischem Museum) befindet sich eine Kopie der Tabula Peutingeriana, der einzigen noch erhaltenen Straßenkarte die das Römische Reich mit seinen Straßen zeigt. Im modernen Museum können ebenso ein Modell eines römischen Reisewagens sowie römische Fundstücke in Augenschein genommen werden. Eine Tondiaschau veranschaulicht die Strapazen einer Reise auf der Via Claudia Augusta zu Zeiten der Römer. In Fliess ist die Via Claudia Augusta im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben, wie Geleiseschienen und Wagenspuren (Fließer Platte).

Führungen, Wanderungen zum Opferplatz und entlang der Via Claudia Augusta können im Tourismusbüro erfragt und angemeldet werden.

Die Via Claudia Augusta wurde 45 n.Chr. von Kaiser Claudius zur Staatsstraße ausgebaut, die sein Vater Drusus 15 v. Chr. im großen Alpenfeldzug benutzt hatte. Diese Straße ist die einzige Römerstraße, die nach einem Kaiser benannt wurde. Die Route verläuft von Altino an der Adria über Trient, Bozen, Meran, Reschenpass (siehe auch Mittelalter-Route-Vinschgau), Landeck, Imst, Fernpass, Füssen nach Deutschland weiter über Landsberg und Augsburg bis an die Donau.

Landeck

Im Talkessel von Landeck nimmt der Inn eine jähe Richtungsänderung gen Ost. Landeck ist Verkehrsknotenpunkt für die Routen aus Südtirol, dem Engadin, Paznauntal und Arlberg.
1282 wird das Schloss Landeck erstmals als Gerichtssitz der Grafen von Tirol erwähnt. Durch Funde aus der Bronzezeit wird eine bereits frühere Geschichte belegt. Sieben Brücken über den Inn verbinden die Stadt mit den Ortsteilen. Die Gerberbrücke führt zum alten Ortsteil Perfuchs mit dem Richterhaus, das eine Fassadenmalerei von 1569 schmückt (Malerstraße 20).
Die Burg Schrofenstein (markant auf einem Felsen hoch über dem Inntal, nordöstlich von Landeck) gehörte ab 1228 zum Erzbistum Chur. Ministerialien waren die Herren von Schrofenstein.

Das Schloss Landeck (südlich von Landeck) wurde zwischen den Jahrhunderten mehrfach an die Schrofensteiner verpfändet. Bis 1406 litt das Land unter Kriegshandlungen zwischen den Grafen von Montfort, König Heinrich von Böhmen und den Appenzellern. 1546 starb das Geschlecht der Schrofensteiner aus. Herren über die Region wurden in Folge, von Trautson und von Auersperg von den Bischöfen von Chur eingesetzt. 1810 wurde Schrofenstein verkauft und endete als Baumaterial, was binnen weniger Jahrzehnte zur Ruine führte.

Sehenswert: Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (1270). Ein spätgotischer, dreischiffiger Bau. Innenausstattung ab der Romanik, gotische Portale und spätgotischer Flügelaltar (Schrofensteiner Altar).
Lohnende Abstecher auf einer Wanderung oder Radtour die Ortsteile Grins (Römerbrücke), Pians (Margarethenkapelle an der alten Straße nach Landeck) und in die Urpfarre Stanz, das heute eher durch die Schnapsbrennereien bekannt ist.

Imst

Imst ist ein weiterer wichtiger Verkehrsknoten. Von hier geht es in die landschaftlich sehr reizvollen Täler Pitz- und Ötztal, weiter nach Innsbruck oder der Via Claudia Augusta folgend über den Fernpass nach Reutte und Füssen in Richtung Norden.
Die frühe Besiedelung des Inntales hat auch hier deutliche Spuren hinterlassen. 53 Gräber aus dem 13. – 10. Jh. v. Chr. zeugen von einer Urnenfelderkultur und in 2.000 Metern Höhe auf der Parzinnalm wurde eine Bronzefigur (Votiv eines Beters) aus dem 5. Jh. v. Chr. gefunden. Die Votivfigur ist heute im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck zu bewundern. Weitere Gräber, Münzfunde und ein römischer Gutshof mit Hypokausten-Heizung aus dem 2. Jh. n. Chr. berichten aus römischen Zeiten. Eine Güterschenkung (763) des bayerischen Herzogs Tassilo III. belegt, dass die Bajuwaren von Tirol Besitz nahmen. 1266 kam Imst zu Tirol unter Meinhard II., der 1282 das Marktrecht verlieh. Wohlstand erlebte Imst im 15. Jh. durch den Bergbau, der durch Kriege und Bauernrevolten unterdrückt wurde. Mit der Pest im 17. Jh. war die Blüte vorbei und neue Erwerbsquellen wurden gesucht. Diese fanden die Imster in der Zucht von Kanarienvögel. Die Imster Vogelhändler gelangten weit in die Fremde und machten ihre Stadt bekannt. 1822 zerstörte der große Brand von Imst fast alle Häuser. Nur 14 Häuser wurden vom Brand verschont

Sehenswert: Marienpfarrkirche in der Oberstadt (1304, Wiederaufbau nach dem Brand in der 2. Hälfte des 15. Jh.), der Kirchturm ist mit 84,5 Metern der höchste Tirols. – Die Laurentiuskirche am Bergl (eine der ältesten Kirchen des Landes, 5. Jh.). – Das Fastnachtshaus (nähe Friedhof) im „alten Widum“, Barockbau mit Fassadenmalerei (18. Jh., Museum des Imster Schemenlaufens, der alle 4 Jahre in der Fasnacht statt findet). – In der Pfarrgasse befindet sich das Dekanatswidum aus dem 18. Jh. mit Quaderportal und steinernen Fratzen. – Gegenüber das Rokoko-Wohnhaus der Handelsfamilie Strele. Weiters beherrschen Patrizierhäuser, Kapellen und zahlreiche Brunnen das Stadtbild. Das Imster Heimatmuseum befindet sich im Ballhaus (1530), benannt nach den Stoff- und Warenballen der Händler.

Von Imst führt die Via Claudia Augusta über den Fernpass, Leermoos und Reute nach Füssen. Ab Füssen begleiten wir mit der “Königlichen Route” teilweise die Via Claudia Augusta bis Schongau.

Die Königliche Route – Bayerns schönste Rokoko-Kirchen und Märchenschlösser

 

Stams

Stift Stams Tirol

Auf meinen vielen Fahrten in Richtung Schweiz oder in den Vinschgau habe ich mir doch mal die Zeit genommen und mir eines der schönsten Barockdenkmäler Österreichs anzusehen, das Zisterzienserkloster in Stams mit seiner wunderschönen Stiftskirche am südlichen Innufer. 1273 wurde die Abtei von Elisabeth von Wittelsbach (Bayern) zur Erinnerung an ihren Sohn Konradin gestiftet, der in Neapel hingerichtet wurde. Konradin, war der letzte Hohenstaufer, der aus ihrer ersten Ehe mit dem Stauferkönig Konrad IV. stammte. Stams gehört zu den Orten, die man nicht übersehen sollte – ein Stopp lohnt sich!

 

Tipp! Leutaschtal
Weiter gen Norden von Innsbruck über Zirl (Alpenpass Zirler Berg) und Seefeld nach Mittenwald oder Garmisch-Partenkirchen empfiehlt es sich die Bundesstraße zu verlassen und durch das landschaftlich beeindruckende Leutaschtal zu fahren, eines der schönsten Naturtäler des Tiroler Nordens.
Wer möchte, kann am Wettersteingebirge entlang durch das Gaistal fahren, von Leutasch bis Ehrwald (Anbindung an Lermoos, den Fernpass oder Garmisch-Partenkirchen). Nehmen Sie sich Zeit für diese Täler, die sich zum Wandern egal ob gemütlich über die Almen oder hoch hinaus ins Wettersteingebirge lohnen. Die höchste Erhebung des Wettersteingebirges ist die Zugspitze mit 2962 m. 
Der Heimatschriftsteller Ludwig Ganghofer (1855-1920) lebte einige Jahre in diesen wildromantischen, einsamen Tälern. Diese Täler inspirierten ihn zu seinem Roman Schloss Hubertus.

 

Innsbruck

Innsbrucks Altstadt gehört zu den besterhaltenen Mittelalterstädten Österreichs. Prächtige, reich geschmückte Häuserfassaden bezeugen den ehemaligen Reichtum der Stadt. Eine Attraktion und über alle Grenzen hinaus bekannt, ist das Goldene Dachl mit rd. 2.740 vergoldeten Schindeln. Dieser spätgotische Prunkerker wurde zur Erinnerung an die Hochzeit Kaiser Maximilians I. errichtet.

Innsbruck Goldenes Dachl

Die historischen Spuren der Landeshauptstadt von Tirol gehen auf das Jahr 15 v. Christus und bis in die Bronzezeit zurück. Über 200 Jahre (1420-1665) war Innsbruck die Residenzstadt der Habsburger. 1806 fällt Innsbruck mit Tirol an die Bayern, als Verbündete der Franzosen unter Napoleon. 1809 beginnt der Tiroler Freiheitskampf mit Andreas Hofer an der Spitze. Im Wiener Kongress 1814/15 wird Innsbruck erneut den Österreichern zugesprochen. 1849 löste Innsbruck Meran als Hauptstadt von Tirol ab. Sehr sehenswert der barocke Innsbrucker Dom mit dem Gnadenbild »Maria hilf« von Lucas Cranach (ca. 1530)

Hall in Tirol

Seit dem 13. Jahrhundert schreibt das Städtchen, mit seinen hübschen Türmen und mittelalterlichen Gassen, Geschichte. Das Salzbergwerk brachte Hall den Reichtum und im 16. Jahrhundert war Hall weit über die Grenzen hinaus als bedeutende Stadt der Habsburger bekannt. Erzherzog Sigmund von Tirol verlegte die landesfürstliche Münzstätte 1477 von Meran nach Hall, der erste Silbertaler wurde geprägt und Walzenprägemaschinen eingesetzt.

Sehenswert: ein Spaziergang durch die Altstadt, Bergbaumuseum (nähe Oberer Stadtplatz), Münze Hall in der Burg Hasegg (Stadtmuseum), Stiftsplatz mit Jesuitenkirche und Stiftskirche (Herz-Jesu-Basilika)

Jenbach, Schloss Tratzberg

Das Karwendelgebirge begleitet Sie nun innabwärts am Nordufer und wenige Kilometer hinter Hall erscheint auf einer Anhöhe ein großes Schloss, das Renaissance Schloss Tratzberg. Erstmals wurde das Schloss als Grenzfeste zwischen Bayern und Tirol im 13. Jahrhundert erwähnt. Kaiser Maximilian I. nutzte es als Jagdschloss. Im 16. Jahrhundert erweiterte der neue Besitzer, der Augsburger Fugger Georg Ritter von Ilsung das Schloss im damals modernen Stil der Renaissance. Das reich ausgestattete Schloss besticht bis heute mit originaler Ausstattung und beeindruckenden Wandbildern. Tratzberg zählt zu den bedeutendsten Kunst- und Kulturdenkmälern Tirols.
Öffnungszeiten von März bis November. Aufstieg zum Schloss ab Parkplatz ca. 20 Minuten. Es verkehrt auch ein kleiner Bummelzug zum Schloss hinauf in nur 8 Minuten.

Abstecher: Achensee (ca. 19 km). Von Jenbach aus führen zwei Wege nach Maurach an den Achensee (ca. 8 km), die gut ausgebaute Achenseestraße oder die frühere, wenn auch steilere (20%) alte Straße. Am Achensee entlang von Maurach bis Achensee (Achenkirch) herrliche Ausblicke über den smaragdgrünen See ins Karwendelgebirge.

Rattenberg

Rattenberg

Die mittelalterliche Stadt im typischen Inn-Stil, führt uns ins 13. Jahrhundert, die Burgruine Rattenberg ins 10. Jahrhundert zurück, diese wiederum ein Bollwerk gegen die Tiroler – von den Bayern errichtet. Wie auch Kufstein fielen die Burg und die Kleinstadt 1504 an Tirol unter Kaiser Maximilian. Rattenberg war einst ein großer Umschlaghafen für die Innschifffahrt und war stets von Überflutungen bedroht. Heute ist das malerische Rattenberg als Glasstadt bekannt.

Kufstein, die Perle Tirols

Majestätisch über der Stadt am Inn steht seit Jahrhunderten die Feste Kufstein, das Wahrzeichen der Stadt. Die markante Burganlage und das Städtchen gehörten in vergangenen Zeiten zu Bayern (1205 erstmals erwähnt), bis die Stadt und Burg 1504 durch den österreichischen Kaiser Maximilian I. erobert und den Bayern abgenommen wurde. Die als uneinnehmbar geltende bayerische Burg wurde von den Habsburgern im Sturm erobert. Der 90 Meter hohe Kaiserturm entstand in den Jahren bis 1522.

Die Grenze zwischen Tirol und Bayern, die sich mitten durch den Inn zieht, hat sich bis heute erhalten. Die schweren Kriege der vergangenen Jahrhunderte zwischen Bayern und Tirol sind heute vergessen, die Grenzen offen.

Zur Festung auf dem mächtigen Felsen kommt man mit dem gläsernen Aufzug oder über einen kurzen überdachten steilen Aufstieg.

Kufstein Heldenorgelkonzert am Abend

Bei einem Bummel durch die Stadt sollten Sie auf die Zeit achten, denn täglich um 12 Uhr (im Sommer zusätzlich um 17 Uhr) ertönt die Heldenorgel aus dem Bürgerturm der Festung über die Stadt. Mit 4.307 Pfeifen ist die Orgel die größte Freiorgel der Welt. Der beste Platz für das Freiluftorgelkonzert wäre der neurenovierte Untere Stadtplatz (seit 2012 Fußgängerzone) mit Marienbrunnen. Hier lohnt es sich in einem der Cafes eine kleine Pause einzulegen, bei einer guten Tasse österreichischen Kaffee.

 

Die Historische Route Inntal – führt ab hier auf bayerischem Boden bis Wasserburg weiter

Das Bayerische Inntal von Kufstein bis Wasserburg

 

 

Kaisertal im HerbstWandertipp Kaisertal

Der Aufstieg ins Kaisertal ab Kufstein (Eichelwang), ein absolutes Muss, wenn man in Kufstein verweilt. Nach knapp 300 Stufen mit rd. 250 Höhenmeter Unterschied kann man immer wieder durch “erholsame” Ausblicke nach Kufstein und über den Inn hinüber zum Pendling verschnaufen, bevor man staunend das Hochtal erreicht, das zwischen Wilden und  Zahmen Kaiser eingebettet ist. Wem hier schon die Luft ausgegangen ist, der kann sich bei einer zünftigen Brotzeit im Veitn- oder Pfandlhof erholen. Den Unentwegten empfehle ich den Weitermarsch vorbei an der Antoniuskapelle bis nach Hinterbärenbad und weiter… Eine Tagestour, von der Sie noch lange schwärmen.

 

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Christa

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